Wein Bewertungen mit dem Schlagwort: heu

2008 Weingut Weingüter Wegeler - Graacher Himmelreich Riesling Kabinett feinherb

Ein fantastischer Wein, für besondere Anlässe.

Viel Potenzial

Geruch nach Heu, Apfel und Zitronengras. Gutes Spiel von Alkohol und Säure. Apfel und ganz leicht Kräuter. Schöner, filigraner Abgang. Super! FAZIT: Diesen Wein kann man nicht trinken, man muss ihn entdecken! Erst nach etwas Zeit zeigt er sein wahres Gesicht!

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2010 Château Tour de Mirambeau - Château Tour de Mirambeau Réserve

Toller Wein, trinke ich immer wieder gerne.

Der nimmt es mit jedem Lachs auf

Ein trockener, weißer Bordeaux, der ausgezeichnet zu Fisch und anderen salzgeprägten Vorspeisen passt: beim Rendez-Vous avec Bordeaux zu einem Lachstörtchen mit Kräutern und Crème Fraiche. In der Nase mit Aprikosen-, Heu- und Grapefruit-Noten. Diese Pampelmuse zeigt sich auch am Gaumen, gepaart mit dem Geschmack nach hellen und Zitrusfrüchten. Zu der ganzen Rasse kommt eine cremige Kaffeenote. Ein weißer Bordeaux, den man sich für die Preisklasse 5-10 € merken sollte.

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2009 Les Vignerons de Fontès - Prieuré Saint-Hippolyte

Ein fantastischer Wein, für besondere Anlässe.

Les vignerons de Fontès: Wie macht man einen guten Rosé?

Von den "Vigneros de Fontès", als den "Winzern von Fontès" habe ich etwas Grundlegendes übers Weinmachen gelernt. Es war vor 10 Jahren bei einer ausgiebigen Weinprobe ihrer Cave Coopérative (dieses Jahr übrigens am 23.07. und 13.08. 2011, jeweils nachmittags): als dritten Wein hat man mir vom "Prieuré Saint-Hippolyte" eingeschenkt - einen leckeren, erfrischenden Rosé. Fünf Gläser später sagt mir der ausschenkende Winzer erneut "Prieuré Saint-Hippolyte" - es war ein Rotwein. Wie kann das sein, dass ein- und derselbe Wein mal ein Rosé, mal ein Rotwein ist. Und der deutschsprechende Winzer hat es mir erklärt: die Grenache- und Syrahtrauben werden für den Rosé nur leicht angepresst, sodass nur ein wenig Traubensaft herausrinnt, allerdings 24 Stunden lang. "Rosé de saignée" - ausblutender Rosé, so nennen sie das. Dieser hellrote Traubensaft kommt dann zu Vergärung. Der ganze Rest derselben Trauben kommt zur Maischegärung, wo die Alkoholisierung die rote Farbe aus den Traubenschalen herauslöst. Und ich hatte damals als Bietrinker gedacht, bei einem Rosé kippt man einen Rot- und einen Weißwein zusammen. Merci aux vignerons de Fontès! So, nun endlich zur Bewertung des Prieuré Saint-Hippolyte Rosé 2009, der mir dieser Tage für unglaubliche 3,33 € die Flasche in einem Globus-Markt begegnete. Wie immer mit der Goldmedaille des "Concours Générale Agricole" aus Paris um den Hals, präsentiert er in der Nase Düfte von Zitrone, Erdbeer, Himbeer und am Ende sogar ein bisschen Heu. Im Mund dann ein vollfruchtiges Erlebnis, Himbeeren und Süßkirschen klingen an, ohne, dass der Wein zu süßlich wirkt. Den Nachhall bilden eine leichte Kräuternote ( am Anfang im Duft angedeutet durch das Heu) und ein Anflug von Limette. Ein ideal erfrischender Terrassen-Wein für diesen Abend: um 19 Uhr hatten wir noch 29 Grad...

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2009 Weingut Simon-Bürkle - Granit Riesling Trocken

Ein fantastischer Wein, für besondere Anlässe.

Ein Wein, bei dem man auf Granit beißt…

Ein unglaublicher „Beduinenfund“ am Rande der A 5 kurz hinter dem Wein- und Spargelparadies Baden: angelockt von einem Werbeplakat für Spargel und Erdbeeren ist unsereins im Spargelhof Wendel in Zwingenberg gelandet – in Hessen. Dort im Regal standen außer köstlichem Spargel in allen Variationen und satten leckeren Erdbeeren ein paar Weine des lokalen Weinguts Simon-Bürkle. Angelockt von einem Namen, den, wie ich erst dachte, Marketing-Strategen erfunden haben müssen, habe ich einen „Granit - Riesling Trocken“ für 7 € gekauft. Es sollte sich zeigen, dass dieser Granit-Riesling eine wahre Granate ist. Hell grünlich schimmert er im Glas und scheint sich schon klammheimlich darauf zu freuen, seinem Verkoster gleich große Freude zu bereiten. Birnen- und Walnussdüfte in der Nase verheißen dann direkt Außergewöhnliches. Ein Musterbeispiel für einen frischen und fruchtigen Riesling, der noch ganz andere „Tiefen“ hat: Zu den zu erwartenden Zitronen- und Grüner Apfel-Aromen gesellt sich ein ausgesprochen deutlicher Glasgeschmack – also vermutlich nichts anderes als der Geschmack feinst veredelter Mineralbestandteile. Das Geheimnis dieses Weins ist, dass sein Wurzeln auf Granitgestein der Bergstraße fußen. Und dieses „Terroir“ färbt einzigartig ab und gibt dem Wein zu Recht den Namen „Granit“. Von wegen Marketinggelaber… Nicht erklären kann ich mir allerdings, wie diese Mineralität es schafft, nach Spargelgenuss in dem Riesling einen „Baguette mit Butter-Geschmack“ hervorzuzaubern – den Baguette-Eindruck nur kurz, die Butter-Anmutung andauernder. Dazu ein Hauch von Heu. Dafür enthüllt der Granit nach einer frisch gepflückten Erdbeere zum Dessert ganz klar seine Glasnote. Wie gesagt, ERDbeere… Dieser komplette Gesamteindruck kann nur zu einer Bestnote führen. Zumal 7 € für einen Wein dieses Kalibers ein absoluter Schnäppchenpreis ist.

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2010 Château Val Beylie - Demoiselle

Toller Wein, trinke ich immer wieder gerne.

Vergesst die moderne Chemie - hier kommt ein befreiter Wein!

Hier handelt es sich um den BIO-Weißwein "Demoiselle" vom Château Val Beylie im Entre Deux Mers-Gebiet, der Nr. 1-Region, was Weißwein aus dem, Bordelais angeht. In der Nase wirkt er zitronig und mit dem Duft von Kamilleblüten. Im Mund erscheint ein ganzes Bündel an Geschmäckern, und in dieser Reihenfolge: Zitrone, Stachelbeere, Himbeere, Heu, Erde - und wenn er im Glas etwas wärmer geworden ist, von Petrol. Der Wein scheint wie befreit zu sein... von Fungiziden, Herbiziden und anderen sonst angewandten Mitteln der modernen Chemie!

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