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angemeldet seit: 09.08.2010

Lieblingswein oder Rebsorte(n): Rot: Roquebrun/Languedoc und dieverse Bordeauxweine; Weiß: Riesling

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Weinbewertungen von vinologe

2012 Weingut Dr. Loosen - Dr. Loosen Riesling Satyricus

Toller Wein, trinke ich immer wieder gerne.

Feinfruchtiger leichter Sommer-Riesling

Mit gerade mal 11% Vol. Alkohol kommt der Satyricus vom Weingut Dr. Loosen (VDP) als leichter Sommer-Riesling daher. In der Nase dominieren Düfte von Golden Delicious und sanften Limetten. Im Mund erscheinen Noten von wildem Pfirsich aus dem eigenen Garten und Birne. Alles auf feinfruchtige, beschwingte Art.

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2011 Weingut Bickel-Stumpf - Riesling Buntsandstein

Ganz guter Wein. Nach einer halben Flasche reicht es aber.

VDP-Riesling aus Franken - gut, aber...

"Ein klassischer Riesling aus Thüngersheim. Gewachsen auf den oberen Schichten des Buntsandsteines. Er verbindet sanfte Düfte des Weinbergpfirsich mit dem rassigen Säurespiel eines Parade-Rieslings. Exzellent, nicht nur zu Fischgerichten." So steht es auf dem Rücken des Bocksbeutels. Ich habe ihn zum folgenden Essen probiert: Geräucherte Makrele und dazu ein Salat mit Romana, Tomatenstückchen und Scheibchen von Pellkartoffeln - in einer leckeren Vinaigrette-Sauce mit Kürbis-Pesto. Zum Fisch verstärkt der Fränkische Riesling noch den "fischigen" Geschmack. Zum Salat hingegen zeigt er seine volle Fülle, besonders zu den leckeren Kartoffelscheibchen, die voller Sauce sind. Das typische Süß-Säurespiel eines Rieslings habe ich jedoch vermisst. Ein Wein, den man getrost trinken kann, aber kein Highlight.

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2005 Château Pujos - Grand vin de Bordeaux

Toller Wein, trinke ich immer wieder gerne.

Ein Bordeaux aus dem Supermarkt für jeden Tag

Ohlala, ein Bordeaux aus dem Jahrhundertjahrgang 2005, und dazu für zahlbare 4,99 € aus dem Supermarkt - kann das gutgehen? Es kann - und für diesen Preis auf jeden Fall. In der Nase entwickelt er Noten von Kirsche, Brombeere und einem denkwürdigen Hauch von feuchtem Filz. Die Kirsche wiederholt sich im Mund, gepaart mit einer Spur Vanille und mittelkräftigen Tanninen. Das verschafft dem Wein eine runde, fruchtig-harmonische Stilrichtung - ohne, dass er einen ausgeprägten typischen Charakter vermissen lässt. Ein Bordeaux, den man "einfach so" oder zum Essen trinken kann, sogar zum Schnäppchenpreis.

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2009 Château Haut-Bergeron - Sauternes AC

Toller Wein, trinke ich immer wieder gerne.

Pfirsichduft zu Créme Brûlée

Zum Dessert beim Rendez-Vous avec Bordeaux, einer Crème Brûlée mit Vanille-Eis, wurde ein weißer Sauternes gereicht – ein ganz delikater Süßwein. Kindheitserinnerungen an reinen Pfirsichduft wurden wach, dazu kamen süße Duftfähnchen von Quitte. Die Süße im Mund ist fein ausbalanciert und schafft es so, der durch und durch süßen Nachspeise ein leicht fruchtiges Pendant zu geben. Ein lange nachhallender Sémillon-Sauvigon Blanc-Muscadelle-Mix.

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2006 Château Paloumey - Cru Bourgeois

Ein fantastischer Wein, für besondere Anlässe.

Ein vielschichtiger, "männlicher" Bordeaux

Zum Hauptgang beim "Rendez-Vous avec Bordeaux" im Coq Au Vin im Schlosshotel Lerbach wurden gleich 2 Rotweine gereicht – einer vom rechten und einer vom linken Ufer des Bordeauxgebiets. Zu leckerem „Niedertemperaturgegartem Rinderfilet“ waren beide eine perfekte Ergänzung, aber beide unterschiedlich. Der Château Haut Paloumey aus dem Haut-Médoc kommt voller Kraft daher: Schon in der Nase kommt er einem mit einer wilden Wirsing- und Kohlfahne dahergestürmt. In der zweiten Nase kommen dann allerdings auch schwarze Beeren zum Tragen. Im Mund dank einiger fein temperierter Tannine äußerst vielschichtig und kräftig nach schweren dunkelroten Früchten schmeckend. Wenn man so will, ein „männlicher“ Bordeaux.

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2006 Château Bernateau - Grand Cru St. Emilion

Toller Wein, trinke ich immer wieder gerne.

Ein vollmundiger "weiblicher" Bordeaux

Zum Hauptgang beim "Rendez-Vous avec Bordeaux" im Coq Au Vin im Schlosshotel Lerbach wurden gleich 2 Rotweine gereicht – einer vom rechten und einer vom linken Ufer des Bordeauxgebiets. Zu leckerem „Niedertemperaturgegartem Rinderfilet“ waren beide eine perfekte Ergänzung, aber beide unterschiedlich. Der Château Bernateau aus St. Emilion ist ein ganz weicher, perfekt ausgereifter Merlot-dominierter Rotwein. In der Nase nach Rosinen und Süßkirschen duftend, verbreitet er am Gaumen einen vollmundigen Kirschengeschmack mit ganz feinen mineralischen Noten. Ein Muster an Harmonie. Wenn man so will, ein „weiblicher“ Bordeaux.

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2008 Château Macay - Original

Toller Wein, trinke ich immer wieder gerne.

Der mit dem Kalbskopf tanzt

Ein roter Bordeaux, der in der Nase vor Beeren und Barrique nur so strotzt. Ohne Essen zeigt er sich als wuchtiger Beeren- und Vanille-Vertreter, und man fragt sich, ob er seine Apogée schon erreicht hat oder besser vielleicht noch ein paar Jährchen in der Flasche reifen sollte. Geschmacklich zeigt er am Ende langes Stehvermögen. Und als Speisenbegleiter nimmt er es beim "Rendez-Vous avec Bordeaux" mit jedem Kalbskopf auf – und gewinnt am Ende.

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2010 Château Lestrille - rosé

Ein fantastischer Wein, für besondere Anlässe.

Ein zupackender Rosé zum Grillen

Ein ungewöhnlicher Rosé – vergleicht man ihn mit seinen Kollegen aus der Provence oder aus dem Languedoc. Verströmen diese spielerische Aromen nach Blumen- und Früchtekörben aller Art, so zeigt sich der Lestrille eher von einer nüchternen Seite. Kaum eine ausgeprägte Aromatik, außer etwas nach angedeutet würzigen roten Früchten. Seine Klasse beweist der Lestrille im Mund: Eine säuerliche Rhabarbernote mit festen Fruchtnoten widerstehen scharf gewürzten oder salzbetonten Speisen aufs Feinste. So, wie beim "Rendez-Vous avec Bordeaux" einem Filet vom Schwarzen Heilbutt. Ein perfekter Speisenbegleiter: Dieser wenig duftende, aber beim Essen zupackende Rosé ist der ideale Grillwein!

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2010 Château Tour de Mirambeau - Château Tour de Mirambeau Réserve

Toller Wein, trinke ich immer wieder gerne.

Der nimmt es mit jedem Lachs auf

Ein trockener, weißer Bordeaux, der ausgezeichnet zu Fisch und anderen salzgeprägten Vorspeisen passt: beim Rendez-Vous avec Bordeaux zu einem Lachstörtchen mit Kräutern und Crème Fraiche. In der Nase mit Aprikosen-, Heu- und Grapefruit-Noten. Diese Pampelmuse zeigt sich auch am Gaumen, gepaart mit dem Geschmack nach hellen und Zitrusfrüchten. Zu der ganzen Rasse kommt eine cremige Kaffeenote. Ein weißer Bordeaux, den man sich für die Preisklasse 5-10 € merken sollte.

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2005 Château Val Beylie - Val Beylie

Ein fantastischer Wein, für besondere Anlässe.

Der erste Eindruck ist der unglaublich schöne Farbton dieses Weins: es ist ein intensiver rotblauer Bordeauxton. In der Nase begegnen einem eine Mischung aus einem ganzen roten Fruchtkorb, mit einem Hauch Tabak und Unterholz. Im Mund entwickelt er, besonders zum Essen, ein gewaltiges Feuerwerk an Minze, Zitrusfrüchten, Kirschen und gesüßtem Rhabarber. Alles wird von kräftigen, aber kontrollierten Tanninen umspielt. Er ist eine Wucht, dieser Wein. Ohne Essen zeigt er ein fast minutenlanges Vanille-Finish. Christophe Pont lässt den Wein ein Jahr lang im Barrique reifen - unterirdisch, um die Reife-Temperatur weitgehend gleichbleibend halten zu können. Das und seine Anstrengungen um ökologischen Weinbau lassen ihn in einem hellen Licht erscheinen.

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2010 Cave de Roquebrun - Terres d'Orb Rosé

Ein fantastischer Wein, für besondere Anlässe.

Ein fantastischer Rosé für leichte Sommerabende

Schon vor einiger Zeit hatte ich über einen überaus fruchtigen Rosé aus Roquebrun geschrieben (http://weinologe.de/wine/show/id/175). Und nun kommt der neue Rosé aus Roquebrun angeschwappt, er heißt nun Terres d'Orb. Anders als sein Vorgänger besitzt dieser Rosé nun auch Tiefe, wahrscheinlich dank seiner ausgeklügelten Cuvée aus vier Rotwein-Traubensorten. Nach reichlich Himbeer- und Johannisbeernoten in der Nase entwickelt sich im Mund ein 100% harmonisches Süß-Säure-Spiel mit Zitronen- und Limettenanklängen- er ist einfach so zum Wegtrinken! Und manchmal meint man, am Ende einen angedeuteten feinen Lakritz-Schmelz zu verspüren. Ein fantastischer Wein für einen Sommerabend, bei dem es auf dem Balkon noch um die 30 Grad sind.

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2009 Chateau Penin - Bordeaux Rosé

Toller Wein, trinke ich immer wieder gerne.

Ein echter Bordeaux - auch als Rosé

Vom renommierten Bordeaux Supérieur-Weingut Château Penin kommt dieser Rosé. Völlig zurecht trägt er den Namen "Bordeaux Rosé". Denn bei aller jugendlichen Leichtigkeit, die ihm als Rosé zusteht, verbirgt er nicht, dass seine Cuvée mit Cabernet Sauvignon- und Merlot-Trauben normalerweise einen typischen roten Bordeaux-Wein ergibt. Und so hat dieser Rosé zarte Anklänge an einen ausgereiften Bordeaux - es ist ganz verblüffend!

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2007 Weingut Winneburg'sche Domäne Schloss Johannisberg - Schloss Johannisberger Riesling Silberlack Großes Gewächs

Toller Wein, trinke ich immer wieder gerne.

Keine überzeugende Performance - Mit 4 Jahren schon ein Tick zu alt?

Deutschlands traditionsreichster Rieslingproduzent kommt aus dem Rheingau: seit mehr als 900 Jahren gedeihen auf dem Taunus-Quarzit-Boden, über dem eine dünne Löss/Lehmschicht liegt, Riesling-Reben. Der vorliegende Johannisberger „Silberlack“ ist ein 2007er. Im Weinregal ist er an der silbernen Banderole zu erkennen, darunter prangt der schwarze Adler des VDP. Ganz unten am Etikett der Hinweis: "Erstes Gewächs". Gegen das Licht gehalten, scheint es so, als halte man ein Glas etwas zu hell geratener Apfelschorle in der Hand – natürlich ohne Kohlensäure. Nach einem Hauch Grapefruit und einer Brise Birne duftend, tun sich am Gaumen helle Früchte auf, mit einem vollen harmonischen Schmelz und einer ganz leichten mineralischen Spur am Ende. Angesichts des geradezu großartigen Eindrucks, den der 2008er Riesling aus der "Rotlack"-Reihe des Hauses hinterlassen hat, frage ich mich, ob dieser "Silberlack" zu lange Zeit im Keller verbracht hat. Denn überzeugend war seine Performance dieses mal nicht. Obwohl sein Preis und die Aussage "Erstes Gewächs" eigentlich für eine längere Reifezeit sprechen müssten.

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2009 Les Vignerons de Fontès - Prieuré Saint-Hippolyte

Ein fantastischer Wein, für besondere Anlässe.

Les vignerons de Fontès: Wie macht man einen guten Rosé?

Von den "Vigneros de Fontès", als den "Winzern von Fontès" habe ich etwas Grundlegendes übers Weinmachen gelernt. Es war vor 10 Jahren bei einer ausgiebigen Weinprobe ihrer Cave Coopérative (dieses Jahr übrigens am 23.07. und 13.08. 2011, jeweils nachmittags): als dritten Wein hat man mir vom "Prieuré Saint-Hippolyte" eingeschenkt - einen leckeren, erfrischenden Rosé. Fünf Gläser später sagt mir der ausschenkende Winzer erneut "Prieuré Saint-Hippolyte" - es war ein Rotwein. Wie kann das sein, dass ein- und derselbe Wein mal ein Rosé, mal ein Rotwein ist. Und der deutschsprechende Winzer hat es mir erklärt: die Grenache- und Syrahtrauben werden für den Rosé nur leicht angepresst, sodass nur ein wenig Traubensaft herausrinnt, allerdings 24 Stunden lang. "Rosé de saignée" - ausblutender Rosé, so nennen sie das. Dieser hellrote Traubensaft kommt dann zu Vergärung. Der ganze Rest derselben Trauben kommt zur Maischegärung, wo die Alkoholisierung die rote Farbe aus den Traubenschalen herauslöst. Und ich hatte damals als Bietrinker gedacht, bei einem Rosé kippt man einen Rot- und einen Weißwein zusammen. Merci aux vignerons de Fontès! So, nun endlich zur Bewertung des Prieuré Saint-Hippolyte Rosé 2009, der mir dieser Tage für unglaubliche 3,33 € die Flasche in einem Globus-Markt begegnete. Wie immer mit der Goldmedaille des "Concours Générale Agricole" aus Paris um den Hals, präsentiert er in der Nase Düfte von Zitrone, Erdbeer, Himbeer und am Ende sogar ein bisschen Heu. Im Mund dann ein vollfruchtiges Erlebnis, Himbeeren und Süßkirschen klingen an, ohne, dass der Wein zu süßlich wirkt. Den Nachhall bilden eine leichte Kräuternote ( am Anfang im Duft angedeutet durch das Heu) und ein Anflug von Limette. Ein ideal erfrischender Terrassen-Wein für diesen Abend: um 19 Uhr hatten wir noch 29 Grad...

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2009 Paolo Guidi - Piemonte Barbera

Habe gerademal das erste Glas geschafft.

Mamma Mia -ein junger Italiener, der keine Pizza verträgt!

Ohne Essen o.k., zu einer italienischen Pizza - Mamma mia! Rubin- bis granatrot im Glas und mit interessanten Düften nach roten Früchten und gar einer leichten Spur von Gewürzen: Großes kündigt sich also an, man wird aber schnell eines Besseren belehrt. Ohne Essen zieht der Barbera fast süß-säuerlich tänzend durch den Mund, ohne allerdings tieferen Eindruck zu hinterlassen, zu glatt ist er dafür. Zu einer frischen Pizza vom Italiener stößt dieser Wein dann rasch an seine Grenzen: was dann dominiert, ist ein leicht vergorener Eindruck nach Weinfass - auch seinen Anfangsduft ohne Essen hat er eingebüßt. Was bleibt, ist seine hübsche Farbe. Und das ist für einen Wein etwas wenig. Mamma mia... Doch wollen wir den Barbera wieder rehabilitieren und aus dem Urteil eine Lehre ziehen: laut der Trinkreifetabelle von www.vinum.de muss ein Barbera aus Piemont mindetsen 5 bis 8 Jahre alt sein, um sich auf dem Höhepunkt zu befinden: für 2011 sind die Jahrgänge 2003 bis 2006 als optimal angegeben.

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2010 Les Celliers d'Orfée - Corbières Rosé

Ganz guter Wein. Nach einer halben Flasche reicht es aber.

Ein Rosé zur Salade Niçoise

In der Nase verheißt die "Cuvée Orfée" mit ihren Düften nach süßem Apfel und süßlichen Blüten Großes. Was sich im Mund allerdings weniger bestätigt. Zwar ist der Corbières ein fruchtiger (Zitrone, Johannisbeeren) Rosé. Er besitzt jedoch keine weitere Ausdruckskraft - er plätschert so dahin, allerdings mit einem leicht drohenden schnapsigen Endgeschmack. Er kann als einfacher Tischwein zu Salaten geeignet sein, weniger jedoch für genussvolle Momente.

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2010 Weingut Badischer Winzerkeller Breisach - Red Moments

Toller Wein, trinke ich immer wieder gerne.

Red Moments: würzig und unbeeinflusst von Marketing und Styling

Der dritte Wein aus der Reihe BADEN MOMENTS, ist ein mittelkräftiger Rotwein, der Red Moments. Kirschrot im Glas, bietet er in der Nase Kirschen und vor allem Schwarze Johannisbeeren an. Anfangs leicht salzig-mineralisch, entwickeln sich ein Hauch von Schokolade sowie Noten von Pfeffer und Kräutern am Wegesrand. Den Nachklang macht wie anfangs in der Nase die Schwarze Johannisbeere. Insgesamt kann man feststellen, dass der Red Moments seine "Küchenqualitäten" solo besser zu Geltung bringen kann als zu einem kräftig gewürzten Essen. Und er zeigt sich von den Marketing-Strategien weithin unbeeinflusst und geht geschmacklich seinen Weg als Badischer Rotwein.

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2010 Weingut Badischer Winzerkeller Breisach - Pink Moments

Habe gerademal das erste Glas geschafft.

Stylisches Marketing hilft nicht über die Schwächen hinweg

Hatte der erste Wein aus der BADEN MOMENTS, der Green Moments gut abgeschnitten (http://weinologe.de/rating/181/badischer-winzerkeller-breisach-breisach-green-moments), so ist der Rosé aus der Reihe als Enttäuschung zu sehen. Der Pink Moments strotzt nur so vor Farbe - Rosés aus Frankreich oder Italien kennt man deutlich heller. Und ausdrucksvoller. Die Nase bringt Holunder, grünen Apfel und leicht Zitroniges hervor. Im Mundgeriert sich dieser Pink Moments merklich unentschlossen - es will sich kein Aroma so recht als markant präsentieren. Ein bisschen Himber, das war's. Zu einer Pizza mit Salami und frischen Tomaten ging der Pink Moments geschmacklich unter, und nach dem Nachtisch, frische Ananas, schmeckte er leider nur noch nach Alkohol. Das auffällige modische Styling kann nicht über die Schwächen dieser "Cuvée Rosé" hinwegtäuschen.

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2010 Weingut Badischer Winzerkeller Breisach - Green Moments

Toller Wein, trinke ich immer wieder gerne.

Trotz allem modischen Style ein badischer Weißwein mit Charakter

Green Moments, Pink Moments, Red Moments - hinter diesen Modenamen verbirgt sich ein Marketingkonzept des Badischen Winzerkellers in Breisach/Südbaden. Poppiges Design der Flasche, Schraubverschluss, ein englischer Namen für die drei Weine der BADEN MOMENTS sollen dem Traditionsprodukt BADISCHER WEIN durch ein neues Styling auf die Beine helfen - und ein jüngeres Konsumentenpublikum ansprechen. Den Green Moments habe ich als ersten der drei ins Glas genommen. Der Schein ist ein ganz blasses Gelb mit einem leicht hellgrünen Stich. In der Nase tänzeln Düfte von Kernobst wie Mirabellen, aber auch Himbeere und Zitrone - diese Duft-Cuvée verspricht in ihrer Komplexität zwischen süß und sauer einen interessanten Wettstreit am Gaumen. Und tatsächlich: der Kampf setzt sich fort. Quitte gegen grüne Birne, Kamille und Minze gegen Zitrone. Das Duell wird im Abgang gekrönt: zu einem Karamell-Schmelz gesellt sich eine gegenläufige Note von Stachelbeere. Bei aller spritzigen Leichtigkeit führt sich dieser junge Badener nicht läppisch auf - er beweist durch die süß-sauer-Effekte einen ganz eigenen Charakter. Ein idealer Wein zum Genuss im Freien - am besten mit Freunden am Ufer des Rheins. Und mit 11,5% Alkohol erlaubt er auch einen Schluck mehr.

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2009 Weingut Simon-Bürkle - Granit Riesling Trocken

Ein fantastischer Wein, für besondere Anlässe.

Ein Wein, bei dem man auf Granit beißt…

Ein unglaublicher „Beduinenfund“ am Rande der A 5 kurz hinter dem Wein- und Spargelparadies Baden: angelockt von einem Werbeplakat für Spargel und Erdbeeren ist unsereins im Spargelhof Wendel in Zwingenberg gelandet – in Hessen. Dort im Regal standen außer köstlichem Spargel in allen Variationen und satten leckeren Erdbeeren ein paar Weine des lokalen Weinguts Simon-Bürkle. Angelockt von einem Namen, den, wie ich erst dachte, Marketing-Strategen erfunden haben müssen, habe ich einen „Granit - Riesling Trocken“ für 7 € gekauft. Es sollte sich zeigen, dass dieser Granit-Riesling eine wahre Granate ist. Hell grünlich schimmert er im Glas und scheint sich schon klammheimlich darauf zu freuen, seinem Verkoster gleich große Freude zu bereiten. Birnen- und Walnussdüfte in der Nase verheißen dann direkt Außergewöhnliches. Ein Musterbeispiel für einen frischen und fruchtigen Riesling, der noch ganz andere „Tiefen“ hat: Zu den zu erwartenden Zitronen- und Grüner Apfel-Aromen gesellt sich ein ausgesprochen deutlicher Glasgeschmack – also vermutlich nichts anderes als der Geschmack feinst veredelter Mineralbestandteile. Das Geheimnis dieses Weins ist, dass sein Wurzeln auf Granitgestein der Bergstraße fußen. Und dieses „Terroir“ färbt einzigartig ab und gibt dem Wein zu Recht den Namen „Granit“. Von wegen Marketinggelaber… Nicht erklären kann ich mir allerdings, wie diese Mineralität es schafft, nach Spargelgenuss in dem Riesling einen „Baguette mit Butter-Geschmack“ hervorzuzaubern – den Baguette-Eindruck nur kurz, die Butter-Anmutung andauernder. Dazu ein Hauch von Heu. Dafür enthüllt der Granit nach einer frisch gepflückten Erdbeere zum Dessert ganz klar seine Glasnote. Wie gesagt, ERDbeere… Dieser komplette Gesamteindruck kann nur zu einer Bestnote führen. Zumal 7 € für einen Wein dieses Kalibers ein absoluter Schnäppchenpreis ist.

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Bauget-Jouette - Brut

Ein fantastischer Wein, für besondere Anlässe.

Ein preis-wertes Muster an Harmonie

Setzt man das Glas an, hat dieser Champagner im Glas einen leicht goldenen Touch. Dies mag ein erstes Anzeichen dafür sein, wie rund und harmonisch er danach schmecken wird. In der Nase hält er sich vornehm zurück, verströmt nur leichte Aromen von Blümchen und frischen Johannisbeeren. Gleichzeitig fein und kraftvoll perlend drängen sich dann zuerst Zitronenbonbons und reife Stachelbeeren in den Vordergrund. Sie werden in der Mitte von einem satten Butter- und Haselnuss-Schmelz mit einer leichten Toastnuance übernommen, ehe ein subtile zitronige Hefenote mit mineralischen Beitönen das mustergültige harmonische Finale dieses Champagners einläutet. Absolut seinen Preis wert!

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2010 Weingut Lergenmüller - Riesling Kristall

Toller Wein, trinke ich immer wieder gerne.

Ein ganz direkter Riesling

Die durchsichtige Flasche mag ein Marketing-Gag sein, doch sie verfehlt ihren Sinn nicht: sie soll schon äußerlich verdeutlichen, wie klar und rein dieser junge Riesling ist - ein "Kristall". Im Glas präsentiert sich hier ein unbekümmerter Sommerwein: Leicht grünlich mit goldenen Reflexen im oberen Glasbereich. In der Nase erscheinen je nach Temperatur Zitrusfrüchte bis hin zu Pfirsich/Aprikoseandüften. Im Mund ist der Name "Kristall" auf einen Schlag einleuchtend: geradeaus säuerlich bahnt er sich seinen Weg am Gaumen entlang. Reichlich zitronig und pur mineralisch. Mit seiner ganzen Frische wirkt er, gut gekühlt, wie geschaffen für einen lauen Sommerabend.

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2008 Weingut Winneburg'sche Domäne Schloss Johannisberg - Rotlack

Ein fantastischer Wein, für besondere Anlässe.

Ein Vorzeige-Riesling von A bis Z, über Q

Deutschlands traditionsreichster Rieslingproduzent kommt aus dem Rheingau: seit mehr als 900 Jahren gedeihen auf dem Taunus-Quarzit-Boden, über dem eine dünne Löss/Lehmschicht liegt, Riesling-Reben. Der vorliegende Johannisberger „Rotlack“ Ist ein 2008er, in der Version Kabinett trocken. Im Weinregal ist er am roten Rand der Banderole zu erkennen, darunter prangt der goldene Adler des VDP. Gegen das Licht gehalten, scheint es so, als halte man ein Glas etwas zu hell geratener Apfelschorle in der Hand – natürlich ohne Kohlensäure. Der Apfeleindruck zieht sich durch den ganzen Wein hindurch: Im Aroma kommen reife Äpfel zum Tragen. Im Mund vollführt sich dann ein buntes Wechselspielchen zwischen Grünem Apfel, Aprikose, Zitrone bis hin zu Quitte am Ende. Eben von A bis Z, über Q. Alles harmonisch austariert in einem feinen Spielchen zwischen Süße und Säure, bei dem im Nachklang eine leichte mineralische Säure die Oberhand bekommt. Ein mit 11,5% vol. relativ leichter, unbeschwerter und nonchalanter Wein. Er passt bestens zu gebratener Hähnchenbrust, frischem Spargel und einer Sahnesauce, die mit Bresso „Mit drei Sorten Pfeffer“ gewürzt ist.

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2009 La Croix Belle - Chardonnay

Toller Wein, trinke ich immer wieder gerne.

Ein Künstler: "Trockener Dessertwein" aus den Côtes du Thongue

Ein Chardonnay aus dem Landstrich/Appellation (I.G.P.) Côtes du Thongue im Département Hérault, Languedoc. 20 bis 50 Kilometer vom Mittelmeer entfernt und am Fuße der Cevennen gelegen, profitiert dieses Weinanbaugebiet von der intensiven mediterranen Sonne am Tag und den kühleren Fallwinden in der Nacht. Das Ergebnis ist ein bemerkenswerter Chardonnay von Jacques und Francoise Boyer aus Puissalicon. Goldgelb im Glas, verströmt er einen Duft von Karamell, Quitte und Heu. Im Mund zeigt er sich likörhaft-ölig, mit Noten von Quitte und durchgereifter Birne. Gekrönt wird er mit einem lang anhaltenden Karamell-Honig-Finale. Nch dieser Beschreibung könnte man meinen, es handele sich um einen süßen Dessertwein. Weit gefehlt, und doch nicht verkehrt. Man könnte diesen Wein durchaus zu einem Dessert, genausogut aber auch zu Fisch verwenden. Ein Künstler, dieser Wein. Andere Weine aus den Côtes du Thongue habe ich bereits aus der Ortschaft Mont Blanc verkostet. Hier sind die Bewertungen: http://weinologe.de/tag/montblanc

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2009 Weingut Bernhard Huber - Weißer Burgunder

Toller Wein, trinke ich immer wieder gerne.

Ein Universum von Anklängen - je nach Temperatur

Bei diesem klar gelben, grünlich schimmernden Weißburgunder von Bernhard Huber aus Malterdingen im Kaiserstuhl spielen die Temperaturen eine große Rolle - die des Weins im Glas und die auf der Terrasse beim Angrillen an einem 24. März. Der Duft wird stärker, je wärmer (12°) der Wein wird: Apfelsaft und Mirabellen treten da zutage. In kühlerem Zustand sind die Duftnoten dagegen deutlich zurückgenommen. Ähnliches wiederholt sich am Gaumen: es spielt sich in kaltem Zustand ein hoch raffiniertes Säure- und Süßespiel zwischen Zitronengras, Vanille und Gletschereisbonbon ab. Ist der Wein wärmer, kommt besonders im Finale eine Honigschmelznote hinzu. Das alles macht deutlich, wie vielschichtig dieser Wein ist. Das Weingut Huber ist völlig zurecht im VDP klassifiziert, der deutschen Champions League der Weinproduzenten.

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2010 Château Val Beylie - Demoiselle

Toller Wein, trinke ich immer wieder gerne.

Vergesst die moderne Chemie - hier kommt ein befreiter Wein!

Hier handelt es sich um den BIO-Weißwein "Demoiselle" vom Château Val Beylie im Entre Deux Mers-Gebiet, der Nr. 1-Region, was Weißwein aus dem, Bordelais angeht. In der Nase wirkt er zitronig und mit dem Duft von Kamilleblüten. Im Mund erscheint ein ganzes Bündel an Geschmäckern, und in dieser Reihenfolge: Zitrone, Stachelbeere, Himbeere, Heu, Erde - und wenn er im Glas etwas wärmer geworden ist, von Petrol. Der Wein scheint wie befreit zu sein... von Fungiziden, Herbiziden und anderen sonst angewandten Mitteln der modernen Chemie!

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2008 Chateau du Tariquet - Premières Grives

Ganz guter Wein. Nach einer halben Flasche reicht es aber.

Ein Himmel voller süßer Früchte

Es muss darauf hingewiesen werden: dies ist kein trockener Weißwein wie sein Bruder vom Chateau du Tariquet, der hier auch schon besprochen ist. Im Glas schimmert er goldgelb, in der Nase verbreiten sich Aromen wie Ampfelkompott und blumige Graswiesen. Am Gaumen entwickelt er eine saftige Vollmundigkeit, Birne und Mirabelle entwickeln ihn zu einem süßen Gesamtkunstwerk. Kaum Säure. Er passt vorzüglich zu Gänseleberpastete, sollte aber nur und ganz bewusst zu speziellen Anlässen verzehrt werden. Sonst droht eine böse Überraschung!

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2008 Schloss Gutenberg - Sekt

Toller Wein, trinke ich immer wieder gerne.

Schloss Gutenberg Rieslingsekt Extra Trocken

Der Netto-Jahrgangs-Rieslingsekt wartet in der Nase mit einer fein schäumenden Grapefruitnote auf. In der Mundhöhle schafft er es, nach zitronigen Anklängen einen feinsäuerlichen Brauseschmelz hervorzuzaubern. Weiteres Plus: er lässt seine Herkunft als Riesling-Sekt deutlich herausschmecken. Zu Salzgebäck verkostet, lässt er den Schluss zu, dass er auch zu Fisch und Meeresfrüchten passt. Zu Süßem spielt er seine ganze fruchtsäuerliche Finesse aus. Netto, 3,79 €. 11,5% vol. Und er schneidet wesentlich besser als seine vergleichbaren Kollegen von ALDI Süd und LIDL: Erlenbrunn Rieslingsekt Extra Trocken, Aldi Süd, 3,79 €. 12,5% vol. Verkostet am 27.12.2010 In der Nase dominiert lediglich ein deutlicher Hefe-„Duft“. Im Mund an Zitrusfrüchte erinnernd, verschafft er sich ohne große Höhen einen fast bitteren Nachgeschmack. Unverständlich, wie dieser Sekt in Tests vor Jahren gute Noten bekommen konnte. Waldenhoff Rieslingsekt Extra Trocken, Lidl, 3,79 €. 12% vol. Jahrgangssekt 2009, verkostet am 26.12.2010 Trotz seiner Jugend nicht sonderlich frisch und forsch wirkend. Durchschnittlicher Sekt, der nicht durch groß ausgeprägte Charakteristika, wie etwa einen Rieslinggechmack, auffällt. Feinperlig in Glas und Mund, minimal nach Äpfeln duftend, geschmacklich eher unauffällig neutral. Mittlerer Säuregrad.

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2006 Weingut Markus Schneider - Sauvignon Blanc

Toller Wein, trinke ich immer wieder gerne.

Feines Süße-und Säurespiel dominiert genussvollen Pfälzer Sauvignon

Ganz hellgelb im Glas, am Glasrand fast ein bisschen gelblich. Nase: ein feines Spiel von Aprikose und Mirabellen. Mund: Am Anfang Golden Delicious, Limone, in der Mitte feines Spiel zwischen Süße und Säure. Gegen Ende Marzipan- und Honignoten, die durch das Säuerliche der Früchte nicht zu penetrant werden und den Schluss bilden. Auch mit 4 Jahren noch ein fruchtiger Genuss. Kann man „so“ trinken – d.h. auch ohne Essen.

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2008 Domaine Andriella - Cuvée Extrême

Toller Wein, trinke ich immer wieder gerne.

Ein Zufallsfund von "Frankreichs südlichstem Winzer"

Ein Zufallfund auf dem Sonntagmarkt in Ajaccio ließ unsereins nicht ruhen: woher stammt dieser wunderbare Rotwein? Laut Etikett aus Bonifacio, der südlichsten größeren Stadt Korsikas. Laut einem Verzeichnis der Appelations Contrôlées heißt der Winzer Monsieur Grimaldi und wohnt in den südkorsischen Bergen, im Städtchen Levie. Was hatte uns an dem Wein so neugierig gemacht? War es der Duft nach roten Früchten, das harmonische Aroma nach Johannisbeeren, Brombeeren, Holunder und Lakritz, mit seinem faszinierenden fruchtig-rauchigen Finale? Oder der Hinweis auf biologischen Anbau? Oder weil es ein Zufallsfund war? Auf jeden Fall sind wir zwei Tage nach der Verkostung nach Levie gefahren und haben uns nach Herrn Grimaldi duchgefragt, denn ein Firmenschild gab es nirgends. Ein sympathischer, redseliger ca. 55 Jahre alter Winzer und Gastwirt, der sich als "südlichsten Winzer Frankreichs" bezeichnet. Seine 8 Hektar Reben hat er zwischen Figari und Bonifacio, und das liegt wirklich ganz im Süden von Korsika. Sein Wein wachse auf kargem Granitboden, der Ertrag liege nur bei 22 Hektoliter/Hektar, normal seien es in Korsika 45 Hl/ha. Der Wein sei eine Cuvée aus den typisch korsischen Traubensorten Nielluciu und Sciacarellu sowie "nur für die dunkle Farbe und ein paar Tannine" 15% Syrah. Sechs Monate verbringe seine "Cuvée Extrême" im Eichenfass. Internet und Werbung brauche er nicht, er sei jedes Jahr ausverkauft. Ohne Eichenfass-Gärung kostet sein Wein 6,50€, als "Cuvée Extrême" 11 €. Für uns war die Begegnung mit Monsieur Grimaldi und seinem Wein ein herrliches Urlaubserlebnis.

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2008 Domaine Gentile - Cuvée Grande Expresion

Ein fantastischer Wein, für besondere Anlässe.

Ein einzigartiger Verwandlungskünstler aus Korsika

Die französischen Weinpäpsate bescheinigen den Weinen aus dem äußersten Norden Korsiukas Spitzenqualität der Insel. Und tatsächlich: der Domaine Gentile aus der AOC Patrimonio/Corse hat es in sich. Aus 100% Malvoisie und auf ton-kalkigem Boden angebaut, reift er erst 2 Monate im Inox-Tank, danach 6 Monate im Eichen-Barrique. Das beschert ihm eine einzigartige Qualität: nach Gras und Kräutern duftend, wandelt er sich je nach begleitender Speise. Mal ist er süßlich, mal herb, mal fruchtig, mal rauchig, mal trocken. Ein Weißwein, der jedesmal überrascht! Der Preis, den man im Sterne-Restaurant dafür nimmt, ist skandalös: 42 €. Im Supermarkt 12-14 €.

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2009 Domaine Gentile - Patrimonio

Toller Wein, trinke ich immer wieder gerne.

Spitzen-Rotwein aus Korsika läßt berühmetn Fabrikwein vergessen

Ein Rotwein aus dem äußersten Norden Korsikas, aus dem Badeörtchen Saint Florentin, vom Winzer Jean-Paul Gentile. Gewachsen auf einem Ton-Kalk-Boden im Anbaugebiet Patrimonio, duftet der intensiv dunkelrot funkelnde Wein fruchtig-hölzern und nach Kirschlikör. Im Mund kommen Himbeere, Kirsche, Johannisbeere und ein Laktitz-Touch zum Vorschein. Kaum ein Jahr alt, schmeckt er schon sehr komplex! Das heißt, tanninreich, lebhaft-fleischig und dennoch ausgewogen. Große Klasse und für 11 € in fast jedem korsischen Supermarkt erhältlich. Die Fabrikweine aus der viel mehr beworbenen und dadurch berühmteren "Reserve du Président" kann man getrost vergessen...

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2007 Château Lapeyre - Saint Emilion Grand Cru

Toller Wein, trinke ich immer wieder gerne.

Klassicher Bordeaux für unter 15 €

"100 Bordeaux unter 15 Euro" - so hieß ein kürzlich zu Ende gegangener Wettbewerb unter der Ägide des Bordeaux-Erzeuger-Verbands CIVB. Und mit ganz vorne bei den Rotweinen ist dieser Wein, der als Nr. 92 in der Blindverkostung am Start war, der Château Lapeyre. Ein floraler Duft mit Weihrauchnote strömt aus dem Glas. Im Mund herrschen saftige Fruchtnoten mit Holzwürze und Geröstetem vor. Schon in jungen Jahren ist er ein klassischer Bordeaux mit sagenhaft langem Finale. Und für 12,65 € ein günstiger Vertreter seiner Klasse!

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2008 Weingut Badischer Winzerkeller Breisach - Seefelder Maltesergarten - Gutedel trocken

Toller Wein, trinke ich immer wieder gerne.

Kein Köln-Kalk-Verbot für südbadischen Gutedel

Unsere Schweizer Nachbarn bestehen darauf, dass in und zu einem Käsefondue Fendant-bzw. Chasselas-Wein aus der Westschweiz kommt. Wenn unsereins durch Supermarkt-Gänge schlendert und einfach keinen Fendant findet, greift er guten Gewissens zu einem trockenen Gutedel aus dem Markgräflerland, südlich des Kaiserstuhls und südwestlich von Freiburg gelegen. Denn die Fendant- und Gutedel-Trauben sind identisch! Blassgelblich im Glas, bezirzt der Gutedel mit Himbeer- und Mirabellendüften. Im Mund ist er trocken genug, um einem Fondue Paroli zu bieten. Fruchtig umspielt er den Gaumen und geht tänzelnd und elegant von dannen. Da spielt es dann auch kaum eine Rolle, dass dieser "Markgräfler" Gutedel aus der südbadischen, man verzeihe mir den Ausruck, WEINFABRIK BREISACH kommt. Mit dem Seefelder Maltesergarten ist ein einfacher, ehrlicher, heiterer Gutedel gelungen - den man sogar 500 Kilometer rheinabwärts im Supermarkt in Köln-Kalk findet.

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2004 Union des Producteurs - Galius Grand Cru

Toller Wein, trinke ich immer wieder gerne.

Ordentlicher Bordeaux aus dem Kultstädtchen

Welcher Reiz von dem Weltkulturerbe-Städtchen Saint-Emilion ausgeht, vermag nur zu beurteilen, wer sich schon über die historischen Gäßchen bewegt hat. Was hingegen weltberühmt ist, sind die unvergleichlichen Bordeaux-Weine aus St. Emilion. Hier nun ein Beispiel für einen einfachen Rotwein aus der Winzergenosenschaft des Ortes. Rubinrot und ganz dicht im Glas, Duft nach Himbeeren und Vanille, und am Gaumen geprägt von Eichenfass-Tanninen, dunklen Beeren und einem würzigen Nachhall. Da sich in Saint-Emilion praktisch jeder Wein mit dem Qualitäts-Titel "Grand Cru" schmücken darf, sei dem Galius verziehen, dass er es nicht mit anderen Grand Cru-Weinen aus dem Bordelais aufnehmen kann. Ein ordentlicher Wein, mehr nicht. Der Preis in der Union des Producteurs liegt vor Ort bei 16 €/Flasche.

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2009 Pommery - Brut Royal

Habe gerademal das erste Glas geschafft.

Großer Name - wenig Klasse

Wir zitieren mal aus dem K...h..-Katalog: "Goldgelb mit einem feinperligen Mousseux im Glas und erinnert im Bukett an Aromen von Zitrusfrüchten. Am Gaumen gibt er sich ausgeprägt fruchtig und erfrischend, kraftvoll und trocken...." Goildgelbe Farbe, das stimmt. Zitrusfrüchte im Bukett? Fehlanzeige - typischer nichtssagender Durchschnitts-Weißweinduft. "Am Gaumen fruchtig und erfrischend" - das stimmt. Insgesamt präsentiert sich dieser Pommery als trockener Champagner - aber ohne weitere geschmackliche Merkmale, wie sie andere Champagner auszeichnen. Ein absoluter Durchschnitts-Schampus für Kaufhaus-Regale, pseudo-schick in eine blaue Schachtel verpackt. Mit Champagner-Güte hat er nichts zu tun.

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2006 Weingut Beck Hedesheimer-Hof - St. Laurent

Ein fantastischer Wein, für besondere Anlässe.

Höchst origineller Außenseiter

Diesen Wein habe ich am Rande einer Riesling(!)-Präsentation in Köln kennengelernt - ein roten St. Laurent, dessen Herkunft uns Herr Beck jun. kenntnisreich erklärt hat. Im Barrique ausgebaut, entwickelt der St. Laurent in der Nase ein Gewitter an Gewürzen. Das spiegelt sich auch am Gaumen wider und wird von einer salzigen Note gekrönt, die gar etwas nach Käse schmeckt. Ein ganz außergewöhnlicher, seltener Wein, der manche Merlot-, Cabernet-, Pinot Noir-Cuvée alt aussehen lässt.

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2005 Mazeris-bellevue - Château Mazeris-Bellevue

Ein fantastischer Wein, für besondere Anlässe.

Ohne großen Namen ein großer Wein!

Ein Geheimtipp ist dieser Rote aus der Nachbarschaft der berühmten Bordeaux-Appellation Fronsac. Ohne großen Namen hat aber auch er seine Qualitäten: Intensives rubinrot ist die Haupteigenschaft der Farbe. Und dann geht's los: erst dufter er nach Himbeeren, Zwetschgen und Kirschen, und dann, nach einem kurzen Schlenker des Glases, nach Geräuchertem und schließlich nach Vanille und Pfeffer. Die fruchtigen Duftnoten verwandeln sich am Gaumen ins Geschmackliche, das kompelxe Ganze kommt erfrisshend und lebhaft daher. Den Schlussakkord bilden sanfte Tannine. Eine echte Bordeaux-Überraschung für unter 10 €

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2001 Château d’Armailhac (früher: Château Mouton-Baronne-Philippe) - Monpelou Cru bourgeois Supérieur

Absoluter Wahnsinn.

Ein Spitzenklassiker, der jetzt auf dem Punkt ist

Das gibt es nur im Bordelais - dass ein Merlot mit ein bisschen Petit Verdot vermischt ist, einem "kleinen (säuerlichen) Grünling", der dem Wein auf lange Sicht mehr Konservierungsmöglichkeit geben soll. 2010 sei er auf der Apogée, dem Höhepunkt, heißt es. Von der Frabe her rubinreich mit einem Touch ins Violette, schüttet der Colmbier ein ganzes Füllhorn an Düften aus: sonnegreifte rote Pflaumen, Pfeffer, Vanille, Geräuchertes. Geschmacklich beweist er von Anfang an seine Reife. Vollends komplex bieter er rundes Bild von einem Fruchtkorb, ist geschmeidig und beschließt den Genuss auf elegante, lang nachklingende Weise. Der Preis von rund 20 € ist völlig gerechtfesrtigt.

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2006 Bodegas Luzón - Clos Lupo Monastrell

Toller Wein, trinke ich immer wieder gerne.

Ein gutmütiger Spanier für die Party

Kein Barrique-Ausbau - das merkt man dem Clos Lupo shon in der Nase an. Zu 100% aus der Monastrell-Traube gepresst, verströmt er einen süßlichen Duft. Am Gaumen kommen Himbeer- und Pflaumennoten zur Geltung, und Tannine werden klein gehalten. Geht runter wie gewürzter Fruchtsaft. Bei diesem Preis ein Spitzen-Partywein.

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2005 Bodegas Cirbonera - Sonorus Crianza 2005

Ganz guter Wein. Nach einer halben Flasche reicht es aber.

Mit 5 noch ein "Junger Wilder"

Ein ungestümer spanischer Roter voller Kraft und energie - und dabei noch ungeschliffen. Kirschrot im Glas, Schwarzkirschen-Odeur in der Nase. Am Gaumen treiben die Tannine immer noch ihr barrique-eigenes Spiel - viel Luft ist nötig, um sie etwas zu bändigen. Dann jedoch setzt sich ein Bouquet aus Eukalyptus, Zwetschgen und Blaubeeren durch -frisch und fett zugleich. Kerniges Finale! Wenn dieser Crianza/fassgereifte ein paar Jahre im Keller verbracht hat, dürfte er endgültig zu großer Klasse auflaufen. Nachtrag am 21.04.2011: 9 Monate weitere Reifung im Keller haben ihm im Vergleich wenig gebracht. Geblieben sind die lebhaften Tannine und der kraftvolle Charakter. Das Aroma schrumpft zusammen, es verflacht. Insgesamt ist der Sonorus kein Wein, für den sich eine längerfristige Lagerung lohnt.

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2007 Camille Cayran - Le Pas de la Beaume

Habe gerademal das erste Glas geschafft.

Unentschlossener Côtes du Rhône

Durch Zufall ist mir mal wieder ein Côtes du Rhône ins Glas geraten - zu einem Grillabend:-) Die Farbe ist kardinalsrot, d.h., mit einem Schuss ins Violette. Der Duft ist unentshlossen: mal nach Himbeer, mal nach Gletschereis-Bonbon. Am Gaumen entwickeln sich heftige Gefechte zwischen Holunder und Sauerkirschsaft, um in einem Anflug von Alkohol ziemlich garstig zu enden. Diese Mischung aus 75 Grenache, 10% Syrah, 10% Carignan und 5% Cinsault kann ich beim besten Willen nicht empfehlen - trotz der Goldmedaille am Flaschenhals.

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2008 Prechtl - Grüner Veltiner - Classic 2008

Toller Wein, trinke ich immer wieder gerne.

Grüner Veltiner mit Riesling-Anklang

Der einfachste Grüner Veltiner aus dem Hause Prechtl im österreichischen "Weinviertel"-Gebiet. Mittelgelblich mit Grünstich, so präsenteiret er sich im Glas. In der Nase zeigen sich Zitrusfrüchte und Apfel. Geschmacklich dominieren Zitronen, Stachelbeeren und Mirabellen sowie an mineralischen Riesling erinnernde Noten, die ihre Erde nicht verleugnen. Langes pfirsichartiges Schlussaroma. Passt hervorragend zu einer Pizza!

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2007 Mähler-Besse - Château d'Arches

Ein fantastischer Wein, für besondere Anlässe.

Traditions-Weißwein aus Sauternes

Ein Klassiker unter den Weißweinen aus der Bordeaux-Region. Hauptkennzeichen: produziert, um lange Jahre aufbewahrt zu werden - 30 Jahre als Empfehlung sind keine Seltenheit. Als wollte er die lange Zeitspanne vorwegnehmen, hat dieser Sauvignon Blanc/Semillon-Weiße bereits im Alter von 5 Jahren eine intensive goldgelbe Farbe. Genauso intensiv ist der Duft nach Wald und Engelwurz, wie er auf Schwarzwälder Wiesen steht. Dazu kommen Düfte von Beeren-Marmelade. Im Mund bietet der Wein das volle Fruchtaroma mit Anklängen von eingemachten Birnen und klingt noch lange nach. Mit knapp 30 € kein Schnäppchen, aber eine einzigartige Sinneserfahrung!

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2004 Tertre du Moulin - Saint-Emilion Grand Cru

Toller Wein, trinke ich immer wieder gerne.

Grand Cru aus dem Supermarkt?

Wer kennt ihn nicht aus den obersten Regalreihe im Supermarkt? Für 9,99 ein echter Saint-Emilion GRAND CRU. Traumhaft?! Der Wein ist relativ hell, so in etwa kirschrot. Der Duft ist leicht fruchtig - Brombeeren, schwarze Johannisbeeren - das Übliche. Nichts Außergewöhnliches, jedenfalls. Am Gaumen erweist sich der Wein als sehr fruchtig mit Schokoladentönen. Dadurch wird der Wein fast süßlich, nur, dass er dann im Abgang von Tanninen begleitet wird. Hallt noch lange nach und schmeckt nach einem "echten Bordeaux". Insgesamt ist er seine 10 € wert.

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2007 Château Relais de la Poste - Château Relais de la Poste

Ein fantastischer Wein, für besondere Anlässe.

Klasse Bordeaux für kleines Geld

Der Château Relais de la Poste stammt, wie der Name sagt, aus einer alten Poststation aus der Bordeaux-Ecke Côtes du Bourg. Im Glas ist er rubinrot mit einem Touch karminrot, wie aus dem Malkasten. Die Nase wird betört von Frische und Fruchtdüften wie Brombeere oder Waldbeeren, gepaart miteinem Hauch von Rauch. Der samtene Geschmack löst sich mit Lakritz- und Mentholnoten ab. Gegen Ende kommen Vanllle- und Pfefferaspekte dazu. Ein rassiger Bordeaux für unter 10 Euro.

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2007 Château Charmail - Château Charmail

Toller Wein, trinke ich immer wieder gerne.

Ein "kleiner" aus dem berühmetn Médoc-Gebiet

Der Château Charmail stammt aus der Ortschaft St-Seurin, das an das weltberühmte St-Estephe grenzt, aus dem Haut Médoc-Rotweine für mehrere Hundert oder Tausende von € herkommen. Mit 15 € ist dieser Château Charmail dagegen bezahlbar. Er ist rubinrot mit einem Touch Aubergine. In der Nase stechen die Düfte von roten Beeren und Kernobst hervor. Sie dominieren rauchige Toast-Noten, die dem Ganzen etwas Geheimnisvolles geben. Da dieser Wein bis 2017 halten bzw. nachreifen soll, ist er geschmacklich noch etwas "unausgegoren", wild, sozusagen, mit Lakritz- und Pfefferanklängen. Aber einen echten Haut Médoc, und das zu einem guten Tarif, das schmeckt man aus dem Wein heraus.

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2007 Château Margès - Chateau Margès

Toller Wein, trinke ich immer wieder gerne.

Exotische Früchte aus dem östlichen Bordeaux-Gebiet

Dieser Weißwein vom Château Margès stammt aus dem Graves-Anbaugebiet, der südöstlichsten Bordeaux-Ecke, wo bekanntlich hervorragende Weißweine herkommen. Im Glas ist der Margès fast blass-grünlich. Weniger nüchtern ist der kräftige Duft nach Pampelmusen, Kiwi, Ananas. Dies findet sich auch im Mund wieder, gepaart mit Minze und Zitrone zu einer runden und milden Mischung. Interessant, dass die Geschmacksnerven genau das Nasen-Gespür widerspiegeln.

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2006 Château Gachon - Château Gachon

Ein fantastischer Wein, für besondere Anlässe.

Ein Saint Emilion aus dem "Hinterhof"

Warum dieses aAttribut? Nun, der Chateau Gachon kommt nicht direkt aus dem UNESCO-Welterbe-Städtchen Saint Emilion, sondern von den Bergen drumherum: Montagne-Saint-Emilion AOC. Das macht ihn bezahlbar und kaum schlechter als seine berühmten Kollegen aus dem Städtchen. Im Glas rubinrot mit einem Schuss violett. Die Nase erschnuppert Pflaumen, schwarze Johannisbeere und Kirsche mit einer Vanillenote und einem Hauch Toast. Vom ersten Augenblick an schmeckt der Gauchon edel und samtig. In der Mitte entwickelt er so etwas wie einen Anklang an Schwarzwälder Kirschtorte und endet mit pfeffrigem Schwung. Ein höchst individueller Bordeaux!

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2007 Chateau du Tariquet - Domaine du Tariquet Ugni-Blanc Colombard

Toller Wein, trinke ich immer wieder gerne.

Eine unbekannte Schönheit von Weißwein.

Da muss ich an weinologe.de doch mal zwei Kritipunkte loswerden: zum einen fehlt unter Frankreich die Region Südwest/Gascogne, zum anderen die Rebsorten Ugni Blanc und Colombard. Aus diesen beiden setzt sich nämlich, wie bereits der Name des Weins besagt, diese Cuvée zusammen. Der Ugni Blanc ist die Basis für den älteren Bruder des Cognac, des Armagnac. Das Haus Tariquet produziert erstklassige Armagnac bis hin zur XO-Klasse. Davon lässt dieser fruchtbetonte, trockene Weißwein in seiner jungen Frische nichts erahnen. Er duftet nach Frühlingsblumen und grünen Äpfeln. Der Apfelgeschmack setzt sich im Mund fort und treibt mit einem sein süßlich-säuerliches Spiel bis hin zu einem goldenen Ananas-Abgang. Er passt sowohl solo als Spaßwein als auch als Begleiter zum Essen. Eine unbekannte Schönheit von Weißwein.

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2006 Chateau de L'hoste - Chateau de Lhoste

Toller Wein, trinke ich immer wieder gerne.

Ein Bordeaux, den man schon jung trinken kann

Ein 2006-er, dem ein "Leben" bis 2016 vorhergesagt wird, mit sinem Höhepunkt ("Apogée") um 2012 herum. Als einjährigen verkostet, hat er folgenden Eindruck hinterlassen. Die Farbe im Glas ist mittel-rubinrot und wirkt noch etwas jugendlich-unentschlossen. In der Nase dominieren Beerendüfte aller Art: rote wie Himbeeren, dunkle wie Kirschen oder schwarze Johannisbere - Hauptsache, reif. Der frische Geschmack eröffnet mit dem gleichen Duft-Fruchtaroma und geinnt in der Mitte des Mundes an Charakter. Am Ende kommt eine Spur Tabak zum Vorschein. Obwohl noch jung, schon jetzt ein guter Bordeaux.

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2003 Cave de Roquebrun - Sir de Roc Brun

Toller Wein, trinke ich immer wieder gerne.

Mourvèdre-dominierter Roter aus Roquebrun

Die Traube Mourvèdre, die in Spanien Monastrell heißt, dominiert diesen edlen Sir de Roc Brun aus St. Chinian/Cave de Roquebrun. Hinzu kommen noch Grenache und Syrah (je 20%). Da Mourvèdre geschmacklich derart aromatisch ist, nimmt er es auch mit kräuterreichen Speisen wie einer südfranzösischen Ratatouille auf. Im Glas tief dunkelrot, in der Nase Noten von Beerenmarmelade. Im Mund rauchiges, tanninreiches Aroma, im Abgang Vanille-Anklänge. Ein großer Wein. Aber, es sei gesagt: Mourvèdre ist Geschmackssache!

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2009 Moutard-Diligent - Champagne Moutard - Champ Persin

Habe gerademal das erste Glas geschafft.

Sommelier-Empfehlung ein großer Flop

Jean-Michel Deluc, Chef-Sommelier eines großen französischen Online-Weinhändlers, gibt diesem Champagner aus 100% Chardonnay-Trauben sagenhafte 5 von 5 möglichen Sternen: "Superbe." Eine Einschätzunmg, die ich nicht teile. Brut und fast farblos im Glas. Duftet nach hellem Obst wie Äpfeln. Doch sein Geschmack hat nichts mit Champagner zu tun. Der Champagne Moutard - Champ Persin ist nicht sein Geld wert. Allenfalls zum Grillen im Sommer... 23 €/Flasche bei dem großen französischen Online-Weinhändler. Vertraue keinem Sommelier...

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2008 Champagne Maillart - Brut Platine 1er cru

Absoluter Wahnsinn.

Erstklassiger Champagner zu gutem Preis

Dieser Champagner von Nicola Maillart, abgefüllt 11/2008, braucht sich vor großen Namen nicht zu verstecken. Sein Brut Platine besteht zu 80% aus Pinot Noir und zu 20% aus Chardonnay, die beide erstmal in Fässern anreifen. Die Trauben stammen nur von Grand Cru und 1er Cru-Lagen. Das Resultat ist vom Feinsten. Fast golden im Glas, duftet er nach Äpfeln und getoastetem Brot. Feinste Bläschen, die den Mund weinig ausfüllen, fruchig und mineralisch zugleich. Ein perfekter Champagner zum Superpreis - in einer Promo bei einem großen franzöischen Online-Chateau-Händler für 20 €/Flasche erstanden. Lagerung 2-3 Jahre.

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2006 Pic St. Loup - Der Ranq

Ganz guter Wein. Nach einer halben Flasche reicht es aber.

Einfacher Roter aus dem Languedoc

Die Weine der Appellation Contrôlée rund um den Berg "Pic St. Loup" im Département Hérault sind nicht an einen Ort gebunden, sondern umfassen mehrere Gemeinden. Dieser Del Ranq, den man in ordentlichen Restaurants von Montpellier neben den Weinen aus St. Chinian/Roquebrun und Berlou auf der Weinkarte findet, ist ein eigenwilliger fruchtig-harmonischer Roter mit einigen Tanninen - ein Charakterwein mit einer Spur von Kirschlikör. Fazit: Die Weine vom Pic sind gut, die aus St. Chinian dagegen Klasse!

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2007 St. Chinian - Loup de printemps

Toller Wein, trinke ich immer wieder gerne.

Was heißt hier "einfacher" Roter aus dem Languedoc?

Was heißt hier "einfach", wenn ein südfranzöischer Rotwein aus nicht weniger als 4 Traubensorten zusammenkomponiert ist! Ein raffinierter Zweitschnitt des bekannteren "Schisteil Rouge". In der Nase: der Duft von Holunder und roten Johannisbeern. Im Mund: ein Wahnsinns-Geschmack nach schwarzem Johannisbeer-Sirup und Blut. Dieser langanhaltende "Saft"-Geschmack erzeugt eine fast süßliche Nuance. Passt für jeden Tag.

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2002 Chateau Tourte des Graves - Chateau Tourte des Graves

Ein fantastischer Wein, für besondere Anlässe.

Fein ausbalancierter weißer Bordeaux!

Dies ist kein Alltagstropfen! Ein Weißwein, der zu 85% aus Semillon und zu 15% aus Sauvignon Blanc besteht ,aus der Graves-Ecke des Bordeaux-Gebiets. Die Farbe ist sehr hell und der Duft erinnert lebhaft an Mirabelle, Pfirsich und Haselnuss. Der Geschmack: Früchte pur, unglaublich voll, dabei fein ausbalanciert zwischen Säure und Süße. Ein erstklassiger Weißwein voller Charakter!

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2006 St. Chinian - Schisteil

Ein fantastischer Wein, für besondere Anlässe.

Weißwein mit raren Traubensorten - große Klasse!

Was für eine Überraschung auf einem kleinen nicht-touristischen Plätzchen in der Innenstadt von Montpellier: zu einer hübschen Portion Crudités avec charcuterie pour deux (Wurstplatte mit Salaten für zwei) bestellen wir einen uns unbekannten weißen "Schisteil" aus berlou, weil diese Ortschaft wie das mir bekannte Roquebrun zur Appellation Contrôlée ST. CHINIAN gehört. Und wir wurden von dieser außergewöhnlichen Mischung aus Grenache Blac, Marsanne und Roussane nicht enttäuscht. Ein trockener, dichter, vollmundiger Weißwein, der ein florales Spektrum bis hin zu Anis an den Tag legt. Sehr gut verträglich - auch am nächsten Tag. In der Cave Coopérative in Berlou hat uns dieser Wein dann 5,40 € pro 0,7-l-Flasche gekostet. Schade, dass sie ihn nicht nach Deutschland exportieren!

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2006 CGF - Grand Sud

Toller Wein, trinke ich immer wieder gerne.

1-Literflasche Merlot für 2,50 € - kann das gut gehen?

Ja, kann das gut gehen: 700 km vom Pays d'Oc abgefüllt, im elsäßischen Petersbach, für den deutschen (Super-) Markt? Jahr für Jahr überschwemmt er die großen Verbrauchermärkte REWE, TOOM, REAL, LIDL, PENNY/NETTO und wie sie alle heißen, mit immer neuen Jahrgängen. Oft im Angebot wie diese Woche (32. KW) bei REAL: "Kaufen Sie 2 Kartons à 6 Flaschen, und wir schenken Ihnen eine 10 €-Einkaufsgutschein." Ein 6-er Karten kostet 15 €. So kosten 12 Literflaschen dann noch 20 €, oder der Liter 1,66 €. Nun zur Bewertung: der Grand Sud führt sich auf wie ein anständiger Merlot - der auch (am nächsten Morgen) gut verträglich ist. Er duftet nach Rosinen und Karamell, und im kräftigen, runden Geschmack dominieren neben Beeren auch Kirschen. Ich habe es ausprobiert: ein gern getrunkener Party-Wein. Sicher kein Meisterstück, aber völlig in Ordnung. Eigentlich würde ich zwischen 3 und 4 Flaschen als Bewertung abgeben, muss mich aber auf 4 festlegen, denn, wie in 3 beschrieben, "nach einer halben Flasche reicht es", kann ich nicht unterschreiben:-)

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2006 Lafayette - Lafayette

Toller Wein, trinke ich immer wieder gerne.

Ein günstiger Hauswein aus Korsika

Wieder so ein Supermarktschnäppchen, das sich in Paris die Goldmedaille geangelt hat: Lafayette, ein Vin de pays "de l'île de la beauté", wie sich Korsika gern nennt. Der Merlot empfängt uns mit einem fruchtigen Duft und enttäuscht auch geschmacklich nicht. Er entwickelt ein volles, fruchtbetontes Aroma und im Angang tun sich Noten von Anis, Nelken und Lakritz auf. Er ist auch ohne Essen geeignet - als Hauswein.

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2006 les Vignerons de Montblanc - Les Fleurs de Montblanc - Syrah

Ganz guter Wein. Nach einer halben Flasche reicht es aber.

Ein Rosé, der fast zu süß ist

Auch das war ein Tipp unseres Ferienwohnungsvermieters, von Beruf Winzer bei der Coopérative in Montblanc: "Kauft einen Rosé für 2,70 €, da macht Ihr nichts falsch." Falsch, Monsieur! Es stimmt ein leichter Rosé miit 12,5%, ein herrlich fruchtiger Duft. Geschmacklich bringt er es auf Assoziationen zu Kirschen, kandierten Früchten und gar zu Weihrauch. Warum das alles? Weil dieser Rosé aus Syrah einfach eine Spur zu süß ist - für meinen Gaumen, versteht sich.

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2005 Rigal - Roc de Miremont

Toller Wein, trinke ich immer wieder gerne.

Ein heiterer Sonntagswein!

Vom Weingrossisten JeanJean hergestellt, besticht der Roc de Miremont durch eine seltene Mischung von Cabernet Franc, Cabernet Sauvignon und Merlot. Er duftet intensiv nach Kirschen und Pflaumen, geschmacklich kommen Himbeeren und Johannisbeeren durch. Insgesamt ein sehr ausgewogener Rotwein aus Südwestfrankreich, der gut zu einem sonnigen Sonntag passt.

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2004 Corbières - Chateau Bordeneuve

Ganz guter Wein. Nach einer halben Flasche reicht es aber.

Ein guter Winter-Wein

Selbst dieser Rotwein aus dem östlichen Languedoc-Gebiet nahe der Rhone wird in der Nähe von Bordeaux, in Landiras, abgefüllt, wo man Weine für deutsche Supermärkte abfüllt - 250 Km vom Standort der Reben entfernt. Das Ergebnis für 3,49 € kann sich dennoch sehen lassen. Ein vollmundiger, kräftiger, reicher Syrah-beeinflusster Roter mit dem Geschmack von schwarzen Johannisbeeren und Zimt. Eine Einschränkung: er passt perfekt als Tischwein im Winter - eine Art trockener, kühlerer Glühwein...

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2006 les Vignerons de Montblanc - Les Fleurs de Montblanc - Chardonnay

Toller Wein, trinke ich immer wieder gerne.

Geheimtipp: Chardonnay für 3 €

Wie schon der Merlot aus der Coopérative von Montblanc / Languedoc überrascht auch der Chardonnay mit seiner simplen Qualität. Sehr weiß vom Anblick her, präsentiert er sich in der Nase fein fruchtig. Den Geschmack zecihnet eine Anis-Note aus, die fast prickelnd und pfefferminzmäßig daherkommt. Älter als 2 Jahre sollte er nicht werden! War ein Geheimtipp unseres Ferienwohnungsvermieters, der selbst Winzer ist...

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2005 Chateau Blaignan - Cru Bourgeois

Ein fantastischer Wein, für besondere Anlässe.

Ein Cru Bourgeois aus dem Supermarkt

Ja, das geht! 2007 habe ich 4,59 € für diesen Médoc ausgegeben, einen echten Bordeaux! Präsentabel, um bei einem gehobenen Essen mit Freunden zu glänzen. 14% schwer, besticht der Blaignan durch erdigen, tiefen Kandiszucker- und Kirschengeschmack. Unglaulich, in einem Supermarkt einen Cru Bourgeois-klassifizierten Tropfen zu diesem Preis zu finden.

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2005 J. Calvet - Bordeaux

Toller Wein, trinke ich immer wieder gerne.

Ein echter Bordeaux zu kleinem Preis

Sehr kräftiger "Grand vin de Bordeaux" - aus einer Abfüllfabrk in Landiras, wo man mir auf dem Parkplatz mitgeteilt hat, dass Privatkundschaft nicht erwünscht sei - man arbeite für deutsche "supermarchés". Und dennoch schmeckt dieser 2,99 - 3,49 € "teure" Discounter-Bordeaux sehr komplex nach Kirsche, Lakritz, gebrannten Kastanien, Marzipan und Johannisbeeren. Er muss 2 Jahre alt sein, dann schmeckt er wie ein echter Bordeaux - zum absolut kleinen Preis! Bsonders köstlich ist er zu Rindsrouladen badischer Art (mit gedünsteter Speck-, Zwiebel- und Petersilienfüllung).

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2006 Cave de Roquebrun - Roches Noires

Absoluter Wahnsinn.

Roquebrun Roches Noires: Spitzenwein zwischen Bordeaux und Burgunder

Als ich in der Cave Coopérative zu Besuch war, meinte ich zu einem Winzer, "dieser Roches Noires liegt so zwischen Bordeaux und Burgunder." Der Gute antwortete furztrocken: "Eh bien, c'est du Roquebrun." - "Das ist einer aus Roquebrun." Die konkrete Zusammensetzung ist 60% Syrah, 20% Grenache, 20% Mourvèdre. Der 2006-er hatte 2009 noch die "second nez" - das heißt, er entwickelt sich noch weiter. Und dieses Jahr, 2010, ist der Roches Noires 2006 auf seinem Höhepunkt angelangt - einfach grandios! Im Glas purpurrot glänzend. In der Nase der Duft von kleinen roten Beeren, Holunder, Flieder und Karamell. Geschmacklich dominieren schwarze Johannisbeeren und Schwarzkirschen. Endlos langer voller Abgang. in meiner persönlichen Scala erreicht er 19/20. Roquebrun gehört mit anderen Gemeinden zur AOC von St. Chinian, produziert aber unter eigner Regie mit großem Erfolg.

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2006 Panarroz Jumilla - Panarroz Jumilla

Toller Wein, trinke ich immer wieder gerne.

Bereits in jungen Jahren sehr komplex!

Eine Cuvée aus Monastrell, Grenache und Syrah aus der DO Jumilla in der Region Murcia/Spanien. Umglaublich würzig duftend, shiraz-domiert, und bereits mit anderthalb Jahren äußerst dicht: Pfeffer, Lakritz, schwarze Beeren dominieren. Leichte Tannine. Kann jung gekostet werden!

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2005 Chateau Moulin du Bourdieu - Chateau Moulin du Bourdieu

Ein fantastischer Wein, für besondere Anlässe.

Günstiger, guter Bordeaux aus dem Medoc

Merlot- und Cabernet Sauvignon-Trauben ergeben ein intensives dunkel-rubinrot im Glas. Duftet nach Pflaumen und Zitrone. Fleischaromen, Minze, Datteln, Ananas, Weihrauch im Mund. Mild und reich im Geschmack. Kann bis 2016 gelagert werden. Im Sommer 2010 verkostet, musste er unbedingt eine Stunde vorher dekantiert werden. NACHTRAG: Und nun, im Herbst 2011 möchte ich betonen, dass der Wein jetzt seine Apogée erreicht hat - seinen Höhepunkt. Ein äußerst harmonischer Roter aus dem Médoc!

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2006 Sigillus Primus - Sigillus Primus - Riserva

Ein fantastischer Wein, für besondere Anlässe.

Ein überwältigend würziger Roter aus Süd-Italien

Ein überwältigender italienischer Rotwein, gemischt aus Malvasia- und Negroamaro-Traube. Mit seinem würzigen Duft nach Rumtopf, Holunder und Feige schafft er fast ein Weihnachtsgefühl - egal, zu welcher Jahreszeit. Im Mund machen sich Kirsche, schwarze Johannsibeere, Tabak, Gewürze und eine Shiraz-Note breit. Barrique-Ausbau und Tannine sind leicht zu schmecken. Jetzt, im Jahr 2011, hat Rossmann den Sigillus-Jahrgang 2006 im Programm. Er schafft es mit seinen 5 Jahren, die Noten seines 2004er-Vorgängers zu erreichen. Ein Spitzenwein, der trotz seiner Qualität erschwinglich bleibt.

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2005 les Vignerons de Montblanc - Les Fleurs de Montblanc

Toller Wein, trinke ich immer wieder gerne.

Einfacher Vin de Pays ganz groß

Dieser dunkel-rubinrote Merlot ist ein Vin de Pays des Côtes de Thongue, einem kleinen Landstrich im Hérault/Languedoc. Die Cave Coopérative vor Ort produziert einfache, aber umwerfende Weine - für 3-5 € die Flasche. Dieser Merlot duftet nach Vanille und Thymian, der einzigartige warme Geschmack wird von Kirschen und Anis bestimmt. Goldmedaille 2006 in Paris beim Concours Général Agricole.

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2003 Cave de Roquebrun - Clos de l'Orb

Ein fantastischer Wein, für besondere Anlässe.

Das reine Sommerfeeling

Ein Rosé, dessen Farbe fast pétillant, leicht sprudelnd daherkommt. Der Duft ist ein Himmel voller Fruchtaromen. Geschmacklich bietet er eine einzigartige frische Komposition: Himbeere, Heidelbeere, rote Johannisbeere, Schwarzkirsche. Im Abgang zitronenähnlich. Sollte nicht zu alt werden, weil er mit Jahren peu à peu an Aroma einbüßt. Aber zwei- bis dreijährig ein fantastischer Sommerwein für abends auf dem Balkon. Schmeckt auch hervorragend zu Lammkoteletts vom Grill.

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2003 Les Vignerons de Fontès - Chateau Mazers

Ein fantastischer Wein, für besondere Anlässe.

Geeignet für die Eröffnung der ANUGA

Dieser rote A.O.C. Coteaux du Languedoc aus Fontès lässt manchen berühmten Bordeaux alt aussehen. Von fast violetter Farbe duftet er nach Tabak und Süßkirsche. Im Mund dominieren Anis und schwarze Johannisbeeren. Sehr komplexer, reifer Geschmack, der im Abgang unaufdringlich ist. Obwohl er laut Etikett ein "vin de garde" ist, sollte er nicht länger als 3-4 Jahre werden, so meine Erfahrung. Passt geschmacklich hervorragend zu Rouladen badischer Art (also mit Speck/Persilienfüllung) und Gans aus dem Ofen.

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