weinologen.de2012-05-21T05:32:31+02:00Zend_Feed_Writerhttp://www.weinologen.de2011-10-06T20:28:10+02:002012-05-21T05:32:31+02:00http://www.weinologen.de/rating/232/chateau-pujos-chateau-pujosvinologeOhlala, ein Bordeaux aus dem Jahrhundertjahrgang 2005, und dazu für zahlbare 4,99 € aus dem Supermarkt - kann das gutgehen?
Es kann - und für diesen Preis auf jeden Fall.
In der Nase entwickelt er Noten von Kirsche, Brombeere und einem denkwürdigen Hauch von feuchtem Filz.
Die Kirsche wiederholt sich im Mund, gepaart mit einer Spur Vanille und mittelkräftigen Tanninen. Das verschafft dem Wein eine runde, fruchtig-harmonische Stilrichtung - ohne, dass er einen ausgeprägten typischen Charakter vermissen lässt. Ein Bordeaux, den man \"einfach so\" oder zum Essen trinken kann, sogar zum Schnäppchenpreis.2011-09-08T22:15:21+02:002012-05-21T05:32:31+02:00http://www.weinologen.de/rating/230/chateau-haut-bergeron-sauternes-acvinologeZum Dessert beim Rendez-Vous avec Bordeaux, einer Crème Brûlée mit Vanille-Eis, wurde ein weißer Sauternes gereicht – ein ganz delikater Süßwein. Kindheitserinnerungen an reinen Pfirsichduft wurden wach, dazu kamen süße Duftfähnchen von Quitte. Die Süße im Mund ist fein ausbalanciert und schafft es so, der durch und durch süßen Nachspeise ein leicht fruchtiges Pendant zu geben. Ein lange nachhallender Sémillon-Sauvigon Blanc-Muscadelle-Mix.2011-09-08T22:03:25+02:002012-05-21T05:32:31+02:00http://www.weinologen.de/rating/229/chateau-paloumey-cru-bourgeoisvinologeZum Hauptgang beim \"Rendez-Vous avec Bordeaux\" im Coq Au Vin im Schlosshotel Lerbach wurden gleich 2 Rotweine gereicht – einer vom rechten und einer vom linken Ufer des Bordeauxgebiets. Zu leckerem „Niedertemperaturgegartem Rinderfilet“ waren beide eine perfekte Ergänzung, aber beide unterschiedlich.
Der Château Haut Paloumey aus dem Haut-Médoc kommt voller Kraft daher: Schon in der Nase kommt er einem mit einer wilden Wirsing- und Kohlfahne dahergestürmt. In der zweiten Nase kommen dann allerdings auch schwarze Beeren zum Tragen. Im Mund dank einiger fein temperierter Tannine äußerst vielschichtig und kräftig nach schweren dunkelroten Früchten schmeckend. Wenn man so will, ein „männlicher“ Bordeaux.
2011-09-08T21:54:07+02:002012-05-21T05:32:31+02:00http://www.weinologen.de/rating/228/chateau-bernateau-grand-cru-st-emilionvinologeZum Hauptgang beim \"Rendez-Vous avec Bordeaux\" im Coq Au Vin im Schlosshotel Lerbach wurden gleich 2 Rotweine gereicht – einer vom rechten und einer vom linken Ufer des Bordeauxgebiets. Zu leckerem „Niedertemperaturgegartem Rinderfilet“ waren beide eine perfekte Ergänzung, aber beide unterschiedlich.
Der Château Bernateau aus St. Emilion ist ein ganz weicher, perfekt ausgereifter Merlot-dominierter Rotwein. In der Nase nach Rosinen und Süßkirschen duftend, verbreitet er am Gaumen einen vollmundigen Kirschengeschmack mit ganz feinen mineralischen Noten. Ein Muster an Harmonie. Wenn man so will, ein „weiblicher“ Bordeaux.
2011-09-08T21:47:10+02:002012-05-21T05:32:31+02:00http://www.weinologen.de/rating/227/chateau-macay-originalvinologeEin roter Bordeaux, der in der Nase vor Beeren und Barrique nur so strotzt. Ohne Essen zeigt er sich als wuchtiger Beeren- und Vanille-Vertreter, und man fragt sich, ob er seine Apogée schon erreicht hat oder besser vielleicht noch ein paar Jährchen in der Flasche reifen sollte.
Geschmacklich zeigt er am Ende langes Stehvermögen. Und als Speisenbegleiter nimmt er es beim \"Rendez-Vous avec Bordeaux\" mit jedem Kalbskopf auf – und gewinnt am Ende.
2011-09-08T21:35:52+02:002012-05-21T05:32:31+02:00http://www.weinologen.de/rating/225/chateau-lestrille-chateau-lestrillevinologeEin ungewöhnlicher Rosé – vergleicht man ihn mit seinen Kollegen aus der Provence oder aus dem Languedoc. Verströmen diese spielerische Aromen nach Blumen- und Früchtekörben aller Art, so zeigt sich der Lestrille eher von einer nüchternen Seite. Kaum eine ausgeprägte Aromatik, außer etwas nach angedeutet würzigen roten Früchten.
Seine Klasse beweist der Lestrille im Mund: Eine säuerliche Rhabarbernote mit festen Fruchtnoten widerstehen scharf gewürzten oder salzbetonten Speisen aufs Feinste. So, wie beim \"Rendez-Vous avec Bordeaux\" einem Filet vom Schwarzen Heilbutt. Ein perfekter Speisenbegleiter: Dieser wenig duftende, aber beim Essen zupackende Rosé ist der ideale Grillwein!
2011-09-08T21:24:38+02:002012-05-21T05:32:31+02:00http://www.weinologen.de/rating/224/chateau-tour-de-mirambeau-chateau-tour-de-mirambeau-reservevinologeEin trockener, weißer Bordeaux, der ausgezeichnet zu Fisch und anderen salzgeprägten Vorspeisen passt: beim Rendez-Vous avec Bordeaux zu einem Lachstörtchen mit Kräutern und Crème Fraiche.
In der Nase mit Aprikosen-, Heu- und Grapefruit-Noten.
Diese Pampelmuse zeigt sich auch am Gaumen, gepaart mit dem Geschmack nach hellen und Zitrusfrüchten. Zu der ganzen Rasse kommt eine cremige Kaffeenote.
Ein weißer Bordeaux, den man sich für die Preisklasse 5-10 € merken sollte.
2011-08-18T19:24:57+02:002012-05-21T05:32:31+02:00http://www.weinologen.de/rating/220/chateau-val-beylie-val-beylievinologeDer erste Eindruck ist der unglaublich schöne Farbton dieses Weins: es ist ein intensiver rotblauer Bordeauxton. In der Nase begegnen einem eine Mischung aus einem ganzen roten Fruchtkorb, mit einem Hauch Tabak und Unterholz.
Im Mund entwickelt er, besonders zum Essen, ein gewaltiges Feuerwerk an Minze, Zitrusfrüchten, Kirschen und gesüßtem Rhabarber. Alles wird von kräftigen, aber kontrollierten Tanninen umspielt. Er ist eine Wucht, dieser Wein. Ohne Essen zeigt er ein fast minutenlanges Vanille-Finish.
Christophe Pont lässt den Wein ein Jahr lang im Barrique reifen - unterirdisch, um die Reife-Temperatur weitgehend gleichbleibend halten zu können. Das und seine Anstrengungen um ökologischen Weinbau lassen ihn in einem hellen Licht erscheinen. 2011-06-29T13:59:19+02:002012-05-21T05:32:31+02:00http://www.weinologen.de/rating/200/cave-de-roquebrun-terres-dorb-rosevinologeSchon vor einiger Zeit hatte ich über einen überaus fruchtigen Rosé aus Roquebrun geschrieben (http://weinologe.de/wine/show/id/175). Und nun kommt der neue Rosé aus Roquebrun angeschwappt, er heißt nun Terres d\'Orb. Anders als sein Vorgänger besitzt dieser Rosé nun auch Tiefe, wahrscheinlich dank seiner ausgeklügelten Cuvée aus vier Rotwein-Traubensorten. Nach reichlich Himbeer- und Johannisbeernoten in der Nase entwickelt sich im Mund ein 100% harmonisches Süß-Säure-Spiel mit Zitronen- und Limettenanklängen- er ist einfach so zum Wegtrinken! Und manchmal meint man, am Ende einen angedeuteten feinen Lakritz-Schmelz zu verspüren. Ein fantastischer Wein für einen Sommerabend, bei dem es auf dem Balkon noch um die 30 Grad sind.2011-06-29T13:38:42+02:002012-05-21T05:32:31+02:00http://www.weinologen.de/rating/199/chateau-penin-bordeaux-rosevinologeVom renommierten Bordeaux Supérieur-Weingut Château Penin kommt dieser Rosé. Völlig zurecht trägt er den Namen \"Bordeaux Rosé\". Denn bei aller jugendlichen Leichtigkeit, die ihm als Rosé zusteht, verbirgt er nicht, dass seine Cuvée mit Cabernet Sauvignon- und Merlot-Trauben normalerweise einen typischen roten Bordeaux-Wein ergibt. Und so hat dieser Rosé zarte Anklänge an einen ausgereiften Bordeaux - es ist ganz verblüffend!2011-06-14T20:45:44+02:002012-05-21T05:32:31+02:00http://www.weinologen.de/rating/188/winneburgsche-domaene-schloss-johannisberg-schloss-johannisberger-riesling-silberlack-grosses-gewaechsvinologeDeutschlands traditionsreichster Rieslingproduzent kommt aus dem Rheingau: seit mehr als 900 Jahren gedeihen auf dem Taunus-Quarzit-Boden, über dem eine dünne Löss/Lehmschicht liegt, Riesling-Reben. Der vorliegende Johannisberger „Silberlack“ ist ein 2007er. Im Weinregal ist er an der silbernen Banderole zu erkennen, darunter prangt der schwarze Adler des VDP. Ganz unten am Etikett der Hinweis: \"Erstes Gewächs\". Gegen das Licht gehalten, scheint es so, als halte man ein Glas etwas zu hell geratener Apfelschorle in der Hand – natürlich ohne Kohlensäure.
Nach einem Hauch Grapefruit und einer Brise Birne duftend, tun sich am Gaumen helle Früchte auf, mit einem vollen harmonischen Schmelz und einer ganz leichten mineralischen Spur am Ende.
Angesichts des geradezu großartigen Eindrucks, den der 2008er Riesling aus der \"Rotlack\"-Reihe des Hauses hinterlassen hat, frage ich mich, ob dieser \"Silberlack\" zu lange Zeit im Keller verbracht hat. Denn überzeugend war seine Performance dieses mal nicht. Obwohl sein Preis und die Aussage \"Erstes Gewächs\" eigentlich für eine längere Reifezeit sprechen müssten.2011-06-04T20:47:44+02:002012-05-21T05:32:31+02:00http://www.weinologen.de/rating/187/les-vignerons-de-fontes-prieure-saint-hippolytevinologeVon den \"Vigneros de Fontès\", als den \"Winzern von Fontès\" habe ich etwas Grundlegendes übers Weinmachen gelernt. Es war vor 10 Jahren bei einer ausgiebigen Weinprobe ihrer Cave Coopérative (dieses Jahr übrigens am 23.07. und 13.08. 2011, jeweils nachmittags): als dritten Wein hat man mir vom \"Prieuré Saint-Hippolyte\" eingeschenkt - einen leckeren, erfrischenden Rosé. Fünf Gläser später sagt mir der ausschenkende Winzer erneut \"Prieuré Saint-Hippolyte\" - es war ein Rotwein. Wie kann das sein, dass ein- und derselbe Wein mal ein Rosé, mal ein Rotwein ist. Und der deutschsprechende Winzer hat es mir erklärt: die Grenache- und Syrahtrauben werden für den Rosé nur leicht angepresst, sodass nur ein wenig Traubensaft herausrinnt, allerdings 24 Stunden lang. \"Rosé de saignée\" - ausblutender Rosé, so nennen sie das. Dieser hellrote Traubensaft kommt dann zu Vergärung. Der ganze Rest derselben Trauben kommt zur Maischegärung, wo die Alkoholisierung die rote Farbe aus den Traubenschalen herauslöst. Und ich hatte damals als Bietrinker gedacht, bei einem Rosé kippt man einen Rot- und einen Weißwein zusammen. Merci aux vignerons de Fontès!
So, nun endlich zur Bewertung des Prieuré Saint-Hippolyte Rosé 2009, der mir dieser Tage für unglaubliche 3,33 € die Flasche in einem Globus-Markt begegnete.
Wie immer mit der Goldmedaille des \"Concours Générale Agricole\" aus Paris um den Hals, präsentiert er in der Nase Düfte von Zitrone, Erdbeer, Himbeer und am Ende sogar ein bisschen Heu. Im Mund dann ein vollfruchtiges Erlebnis, Himbeeren und Süßkirschen klingen an, ohne, dass der Wein zu süßlich wirkt. Den Nachhall bilden eine leichte Kräuternote ( am Anfang im Duft angedeutet durch das Heu) und ein Anflug von Limette.
Ein ideal erfrischender Terrassen-Wein für diesen Abend: um 19 Uhr hatten wir noch 29 Grad...2011-06-02T20:58:03+02:002012-05-21T05:32:31+02:00http://www.weinologen.de/rating/186/paolo-guidi-piemonte-barberavinologeOhne Essen o.k., zu einer italienischen Pizza - Mamma mia!
Rubin- bis granatrot im Glas und mit interessanten Düften nach roten Früchten und gar einer leichten Spur von Gewürzen: Großes kündigt sich also an, man wird aber schnell eines Besseren belehrt.
Ohne Essen zieht der Barbera fast süß-säuerlich tänzend durch den Mund, ohne allerdings tieferen Eindruck zu hinterlassen, zu glatt ist er dafür.
Zu einer frischen Pizza vom Italiener stößt dieser Wein dann rasch an seine Grenzen: was dann dominiert, ist ein leicht vergorener Eindruck nach Weinfass - auch seinen Anfangsduft ohne Essen hat er eingebüßt. Was bleibt, ist seine hübsche Farbe.
Und das ist für einen Wein etwas wenig. Mamma mia...
Doch wollen wir den Barbera wieder rehabilitieren und aus dem Urteil eine Lehre ziehen: laut der Trinkreifetabelle von www.vinum.de muss ein Barbera aus Piemont mindetsen 5 bis 8 Jahre alt sein, um sich auf dem Höhepunkt zu befinden: für 2011 sind die Jahrgänge 2003 bis 2006 als optimal angegeben.2011-05-31T09:08:18+02:002012-05-21T05:32:31+02:00http://www.weinologen.de/rating/185/les-celliers-dorfee-corbieres-rosevinologeIn der Nase verheißt die \"Cuvée Orfée\" mit ihren Düften nach süßem Apfel und süßlichen Blüten Großes. Was sich im Mund allerdings weniger bestätigt.
Zwar ist der Corbières ein fruchtiger (Zitrone, Johannisbeeren) Rosé. Er besitzt jedoch keine weitere Ausdruckskraft - er plätschert so dahin, allerdings mit einem leicht drohenden schnapsigen Endgeschmack.
Er kann als einfacher Tischwein zu Salaten geeignet sein, weniger jedoch für genussvolle Momente.2011-05-24T11:57:05+02:002012-05-21T05:32:31+02:00http://www.weinologen.de/rating/183/badischer-winzerkeller-breisach-breisach-red-momentsvinologeDer dritte Wein aus der Reihe BADEN MOMENTS, ist ein mittelkräftiger Rotwein, der Red Moments.
Kirschrot im Glas, bietet er in der Nase Kirschen und vor allem Schwarze Johannisbeeren an.
Anfangs leicht salzig-mineralisch, entwickeln sich ein Hauch von Schokolade sowie Noten von Pfeffer und Kräutern am Wegesrand.
Den Nachklang macht wie anfangs in der Nase die Schwarze Johannisbeere.
Insgesamt kann man feststellen, dass der Red Moments seine \"Küchenqualitäten\" solo besser zu Geltung bringen kann als zu einem kräftig gewürzten Essen.
Und er zeigt sich von den Marketing-Strategien weithin unbeeinflusst und geht geschmacklich seinen Weg als Badischer Rotwein.2011-05-24T11:08:36+02:002012-05-21T05:32:31+02:00http://www.weinologen.de/rating/182/badischer-winzerkeller-breisach-breisach-pink-momentsvinologeHatte der erste Wein aus der BADEN MOMENTS, der Green Moments gut abgeschnitten (http://weinologe.de/rating/181/badischer-winzerkeller-breisach-breisach-green-moments), so ist der Rosé aus der Reihe als Enttäuschung zu sehen.
Der Pink Moments strotzt nur so vor Farbe - Rosés aus Frankreich oder Italien kennt man deutlich heller. Und ausdrucksvoller.
Die Nase bringt Holunder, grünen Apfel und leicht Zitroniges hervor.
Im Mundgeriert sich dieser Pink Moments merklich unentschlossen - es will sich kein Aroma so recht als markant präsentieren. Ein bisschen Himber, das war\'s.
Zu einer Pizza mit Salami und frischen Tomaten ging der Pink Moments geschmacklich unter, und nach dem Nachtisch, frische Ananas, schmeckte er leider nur noch nach Alkohol.
Das auffällige modische Styling kann nicht über die Schwächen dieser \"Cuvée Rosé\" hinwegtäuschen.
2011-05-22T14:01:07+02:002012-05-21T05:32:31+02:00http://www.weinologen.de/rating/181/badischer-winzerkeller-breisach-breisach-green-momentsvinologeGreen Moments, Pink Moments, Red Moments - hinter diesen Modenamen verbirgt sich ein Marketingkonzept des Badischen Winzerkellers in Breisach/Südbaden.
Poppiges Design der Flasche, Schraubverschluss, ein englischer Namen für die drei Weine der BADEN MOMENTS sollen dem Traditionsprodukt BADISCHER WEIN durch ein neues Styling auf die Beine helfen - und ein jüngeres Konsumentenpublikum ansprechen.
Den Green Moments habe ich als ersten der drei ins Glas genommen.
Der Schein ist ein ganz blasses Gelb mit einem leicht hellgrünen Stich.
In der Nase tänzeln Düfte von Kernobst wie Mirabellen, aber auch Himbeere und Zitrone - diese Duft-Cuvée verspricht in ihrer Komplexität zwischen süß und sauer einen interessanten Wettstreit am Gaumen.
Und tatsächlich: der Kampf setzt sich fort. Quitte gegen grüne Birne, Kamille und Minze gegen Zitrone.
Das Duell wird im Abgang gekrönt: zu einem Karamell-Schmelz gesellt sich eine gegenläufige Note von Stachelbeere.
Bei aller spritzigen Leichtigkeit führt sich dieser junge Badener nicht läppisch auf - er beweist durch die süß-sauer-Effekte einen ganz eigenen Charakter.
Ein idealer Wein zum Genuss im Freien - am besten mit Freunden am Ufer des Rheins. Und mit 11,5% Alkohol erlaubt er auch einen Schluck mehr.2011-04-28T21:50:52+02:002012-05-21T05:32:31+02:00http://www.weinologen.de/rating/179/simon-buerkle-granit-riesling-trockenvinologeEin unglaublicher „Beduinenfund“ am Rande der A 5 kurz hinter dem Wein- und Spargelparadies Baden: angelockt von einem Werbeplakat für Spargel und Erdbeeren ist unsereins im Spargelhof Wendel in Zwingenberg gelandet – in Hessen. Dort im Regal standen außer köstlichem Spargel in allen Variationen und satten leckeren Erdbeeren ein paar Weine des lokalen Weinguts Simon-Bürkle. Angelockt von einem Namen, den, wie ich erst dachte, Marketing-Strategen erfunden haben müssen, habe ich einen „Granit - Riesling Trocken“ für 7 € gekauft. Es sollte sich zeigen, dass dieser Granit-Riesling eine wahre Granate ist.
Hell grünlich schimmert er im Glas und scheint sich schon klammheimlich darauf zu freuen, seinem Verkoster gleich große Freude zu bereiten.
Birnen- und Walnussdüfte in der Nase verheißen dann direkt Außergewöhnliches.
Ein Musterbeispiel für einen frischen und fruchtigen Riesling, der noch ganz andere „Tiefen“ hat: Zu den zu erwartenden Zitronen- und Grüner Apfel-Aromen gesellt sich ein ausgesprochen deutlicher Glasgeschmack – also vermutlich nichts anderes als der Geschmack feinst veredelter Mineralbestandteile.
Das Geheimnis dieses Weins ist, dass sein Wurzeln auf Granitgestein der Bergstraße fußen. Und dieses „Terroir“ färbt einzigartig ab und gibt dem Wein zu Recht den Namen „Granit“. Von wegen Marketinggelaber…
Nicht erklären kann ich mir allerdings, wie diese Mineralität es schafft, nach Spargelgenuss in dem Riesling einen „Baguette mit Butter-Geschmack“ hervorzuzaubern – den Baguette-Eindruck nur kurz, die Butter-Anmutung andauernder. Dazu ein Hauch von Heu.
Dafür enthüllt der Granit nach einer frisch gepflückten Erdbeere zum Dessert ganz klar seine Glasnote.
Wie gesagt, ERDbeere…
Dieser komplette Gesamteindruck kann nur zu einer Bestnote führen.
Zumal 7 € für einen Wein dieses Kalibers ein absoluter Schnäppchenpreis ist.
2011-04-19T21:56:55+02:002012-05-21T05:32:31+02:00http://www.weinologen.de/rating/176/bauget-jouette-brutvinologeSetzt man das Glas an, hat dieser Champagner im Glas einen leicht goldenen Touch. Dies mag ein erstes Anzeichen dafür sein, wie rund und harmonisch er danach schmecken wird. In der Nase hält er sich vornehm zurück, verströmt nur leichte Aromen von Blümchen und frischen Johannisbeeren. Gleichzeitig fein und kraftvoll perlend drängen sich dann zuerst Zitronenbonbons und reife Stachelbeeren in den Vordergrund. Sie werden in der Mitte von einem satten Butter- und Haselnuss-Schmelz mit einer leichten Toastnuance übernommen, ehe ein subtile zitronige Hefenote mit mineralischen Beitönen das mustergültige harmonische Finale dieses Champagners einläutet. Absolut seinen Preis wert!2011-04-12T21:39:36+02:002012-05-21T05:32:31+02:00http://www.weinologen.de/rating/174/lergenmueller-riesling-kristallvinologeDie durchsichtige Flasche mag ein Marketing-Gag sein, doch sie verfehlt ihren Sinn nicht: sie soll schon äußerlich verdeutlichen, wie klar und rein dieser junge Riesling ist - ein \"Kristall\".
Im Glas präsentiert sich hier ein unbekümmerter Sommerwein: Leicht grünlich mit goldenen Reflexen im oberen Glasbereich.
In der Nase erscheinen je nach Temperatur Zitrusfrüchte bis hin zu Pfirsich/Aprikoseandüften. Im Mund ist der Name \"Kristall\" auf einen Schlag einleuchtend: geradeaus säuerlich bahnt er sich seinen Weg am Gaumen entlang. Reichlich zitronig und pur mineralisch. Mit seiner ganzen Frische wirkt er, gut gekühlt, wie geschaffen für einen lauen Sommerabend.